-cp- Das Werk Erich Kästners ist sowieso schon beeindruckend: Es beinhaltet nicht nur wundervolle Kinderbücher und nachdenkliche Texte für Erwachsene, sondern auch großartige Gedichte mit hintergründigen, zum Teil auch recht bissigem Humor. Durch Zufall bin ich darauf gestoßen, dass Erich Kästner im Grunde auch als Erfinder des Mobiltelefons gesehen werden kann. Folgende Passage stammt aus seinem Kinderbuch Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee (veröffentlicht im Jahr 1932):
„Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: ‚Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!‘ Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.“