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Freitag, 27. April 2012

Lesehunger

-cp- "Das grenzenloseste Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und mich da hinein schnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert." (aus: Astrid Lindgren, "Das entschwundene Land") In diesem Sinne der Hinweis auf einen Appetitmacher: Die Stiftung Lesen hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt Lesestart ins Leben gerufen. So sinnvoll das Projekt auch ist, muss die Frage aufgeworfen werden, warum es so lange gedauert hat, waren doch die Erfolge von Bookstart in England seit Anfang der 90er Jahre bekannt. Zu hoffen bleibt, dass die Familien auch Unterstützung erhalten, was die Umsetzung angeht. Hier sind sicherlich die Kitas gefragt. Siehe auch: Literaturkita.

Sonntag, 22. April 2012

Fußball und Märchen

-cp- Die Fußball-Saison nähert sich ihrem Ende. Der deutsche Meister 2011/2012 steht schon fest, im DFB-Pokal und in der Champions-League folgen die Endspiele in den nächsten Woche. Mittlerweile ist schon Normalität geworden, dass im Zusammenhang mit Fußball das Wort Märchen verwendet wird. So wurde vor ein paar Wochen das Ausscheiden von Hannover 96 im Viertelfinale der Euro League als "Ende eines Märchens" bezeichnet (Handelsblatt). Nicht ganz unproblematisch, da der Begriff "Märchen" im Zusammenhang mit sportlichen Erfolgen die Leistung der Sportler schmälert. Etwas anders ist es ja bei der Fußball-WM 2006 gewesen, als der Begriff Märchen zwar in Bezug auf die Deutsche Nationalmannschaft, aber durchaus auch in Bezug auf die Atmosphäre der gesamten Weltmeisterschaft verwendet wurde. Der Spiegel schrieb, Jürgen Klinsmann habe den deutschen Märchenkanon erweitert. Die Film-Dokumentation von Sönke Wortmann trägt folgerichtig sogar den Titel Deutschland - Ein Sommermärchen.

Nachdem die Deutsche Meisterschaft für Bayern München durch die Niederlage in Dortmund in kaum noch erreichbare Ferne gerückt war, konnte man zudem mal wieder verbale Spitzen beobachten, in denen sich besonders Uli Hoeneß hervortat, was seinen Ruf als schlechter Verlierer mal wieder bestätigte. Er warf BVB-Boss Watzke vor, er würde in Bezug auf die Budgets der Bundesligisten "Märchen erzählen" (Süddeutsche). Also Märchen im Sinne von Lügengeschichten.

Es scheint, als seien gegenwärtig die Begriffe Fußball und Märchen kaum zu trennen. Die sowieso schon strittige Frage, was eigentlich moderne Märchen sind, ist also nicht nur literaturwissenschaftlich, sondern auch durch "König Fußball" zu beantworten.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Torwartfehler

-cp- Zugegeben: Als Torwart hat man's nicht leicht, denn jeder Fehler, den man sich erlaubt, wird in der Regel unmittelbar bestraft. Ohne jetzt die armen Torhüter pauschal der Lächerlichkeit preisgeben zu wollen, folgt hier eine kleine, persönliche Top10 besonderer Torwartfehler.
  1. Wenn man jede Reaktion vergisst.
  2. Ein Luftloch
  3. Der Fünfmeter-Raum als Labyrinth
  4. Sehr bemüht, aber leider vergebens
  5. Konfrontation mit plötzlichem Gegner
  6. Ein noch plötzlicherer Gegner
  7. Nur scheinbar überlegen
  8. Zu früh gefreut
  9. Zu lang gefreut
  10. Desorientiert
Zum Glück beweisen die Torhüter oft genug, dass es auch anders laufen kann. Ganz anders zum Beispiel lief es mal bei René Higuita, der den Spitznamen "der Verrückte" trug. Hier sieht man, warum.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Westfalen und die dritte Liga

-cp- Dass Arminia Bielefeld nach dem Abstieg aus der ersten in die zweite Bundesliga (2009/10) einen direkten Durchmarsch in die dritte Liga vor sich haben würde, war schon eine kleine Überraschung, obgleich es bereits in der Winterpause abzusehen war. Nun gesellt sich nach der verlorenen Relegation gegen Dynamo Dresden auch der VfL Osnabrück* hinzu. Auf der anderen Seite spielte Preußen Münster in der Regionalliga West eine äußert erfolgreiche Saison und stieg in die dritte Liga auf. Somit ist Westfalen quasi aus heiterem Himmel in der Saison 2011/12 eine stark vertretene Region der dritten Liga. Schade nur, dass RW Ahlen aus der dritten Liga in die Regionalliga West wechseln muss. Zwar hat Ahlen den sportlichen Klassenerhalt geschafft, kann sich aber die dritte Liga nicht mehr leisten und steigt somit quasi wirtschaftlich ab (Süddeutsche). Nichtsdestotrotz lässt sich festhalten, dass die in der Saison 2008/09 eingeführte dritte Liga mit Bielfeld, Osnabrück und Münster kommende Saison in der Region Westfalen einen Ballungsraum haben wird.


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* Streng genommen gehört Osnabrück natürlich zu Niedersachsen, aber zum einen ist die regionale Nähe nicht zu bestreiten, da Osnabrück unmittelbar an Westfalen angrenzt, und zum anderen nennt sich Osnabrück ja sogar "Stadt des westfälischen Friedens".

Sonntag, 20. Juni 2010

Alberto Undiano Mallenco

-cp- Nach dem Spiel Deutschland-Serbien muss das Wort "kleinlich" neu definiert werden. Vom Ergebnis mal ganz abgesehen, kommentiert kicker die Leistung des Schiedsrichters wie folgt: "mit überaus kleinlicher Regelauslegung, die ein Fußballspiel von gehobenem internationalen Niveau unmöglich machte." Alberto Undiano Mallenco, so heißt der Schiedsrichter, pfeift für gewöhnlich in der spanischen Primera División. "In seiner Premierensaison war er in 16 Spielen im Einsatz und verteilte 80 gelbe Karten, drei Mal Gelb-Rot und ein Mal die rote Karte. Insgesamt leitete er bisher 170 Spiele in der Primera División und sprach 815 gelbe Karten, 29 gelb-rote und 17 rote Karten aus." (Quelle: Wikipedia) Für die mathematisch Interessierten: In jedem vierten Spiel ein Platzverweis. 4,79 gelbe Karten pro Spiel. Im Spiel Deutschland-Serbien lag er mit 8 gelben und einer gelb-roten Karte deutlich über seinem Schnitt, und das, obgleich das Spiel nicht sonderlich unfair war. Zumindest hat er keine der Mannschaften benachteiligt. (Die Niederlage haben die Deutschen auch ohne seine Hilfe hinbekommen.) Man darf trotzdem gespannt sein, ob und wie er bei dieser WM nochmal in Erscheinung tritt.

Sonntag, 11. April 2010

Nachgetreten

-cp- Im Live-Ticker auf kicker.de wird aktuell (11.04.2010, 14:00 Uhr) aus der zweiten Fußball-Bundesliga berichtet. Und gerade ist zu lesen gewesen, dass ein gewisser Gledson da Silva Menezes wegen Nachtretens die rote Karte gesehen hat.


Klickt man nun auf das Spielerprofil und schaut sich das Portrait des Spielers an, wundert einen gar nichts mehr, denn der sieht genauso aus wie einer, der nachtritt. Ob nun Grimms Märchen Schuld sind oder die Medien im Allgemeinen, lässt sich schwer sagen. Aber: Irgendwo im Hinterkopf steckt die vermeintliche Wahrheit, dass die Guten schön sind, und die Bösen eben nicht. Und Gledson da Silva Menezes gehört leider eindeutig zur "eben nicht"-Fraktion.

Schade, dass die Realität immer wieder unsere Vorurteile bestätigt.

Dienstag, 4. August 2009

Warum eigentlich PREUSSEN Münster?

-sv- Namen von Fußballvereinen sind oft wenig originell (z.B. HSV, FC Bayern München), manchmal zu originell (SV Tasmania Gropiusstadt 73) und oft rätselhaft. Denn warum trägt der SC Preußen 06 e. V. Münster das "Preußen" in seinem Namen? Des Rätsels Lösung liegt in der deutschen Geschichte:
Gegründet wurde der Verein 1906, als Münster Teil des Königreichs Preußen (1701-1918) bzw. des Zweiten Deutschen Kaiserreichs (1871-1918) war. Zwischen 1918 und 1933 war Preußen Freistaat innerhalb des Deutschen Reichs, 1933 wurde es gleichgeschaltet und verlor seine Eigenständigkeit und 1947 wurde es von der Alliierten formell aufgelöst - seine fast 500-jährige Geschichte war beendet.
Der SC Preußen 06 e. V. Münster behielt seinen Namen bis heute, ebenso der Fußball-Oberligist Berliner FC Preussen 1894 e.V. und der SV Preußen Frankfurt aus der Landesklasse-Ost. Außerdem findet sich der Name "Preußen" in seiner lateinischen Form "Borussia" in vielen anderen Vereinsnamen (z.B. Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach, die ebenfalls beide im Reichsgebiet des ehemaligen Preußen liegen).

Freitag, 17. Juli 2009

Fußballer und Zahlengefühl

-cp- Am 7. August startet die neue Bundesliga-Saison! Wollen wir mal hoffen, dass sie ähnlich erfreulich endet wie die letzte. Berti Vogts hat in anderem Zusammenhang mal etwas dazu mehr oder weniger Passendes gesagt: "Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann."

Dass Fußballer mit der Auslegung von Tabellenplätzen und Zahlen mal durcheinander kommen, ist übrigens keine Ausnahme. Das ist selbst Rudi Völler schon passiert, als er anmerkte "Zu fünfzig Prozent haben wir es geschafft, aber die halbe Miete ist das noch nicht."

Auch der ehemalige Bayern-Stürmer Roland Wohlfahrth kann sich da anschließen: "Zwei Chancen, ein Tor - das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung."

Apropos Bayern: Jürgen Klinsmann muss auch noch zitiert werden: "Der Rizitelli und ich sind schon ein tolles Trio, ....äh Quartett."

Zum Schluss gibt es dann noch den Ausspruch eines älteren Semesters: "Ein Drittel? Nee, ich will mindestens ein Viertel." (Horst Szymaniak)

Mal sehen, was die neue Saison so bietet.

Sonntag, 24. Mai 2009

Fußball international auch neu gestaltet: UEFA Europa League

-sv- Im deutschen Fußball gab es in der letzten Saison einige Neuigkeiten: die 3. Liga z.B. und die Relegationsspiele. Aber auch international gibt es etwas Neues: Die UEFA Europa League! Sie ist neben der UEFA Champions League und dem UEFA Supercup einer von drei Wettbewerben, die die UEFA austragen lässt (UEFA heißt Union of European Football Associations und ist die Vereinigung von derzeit 53 europäischen Fußballverbänden). Bis 2008 gab es auch noch den UI-Cup (Intertoto Cup).
Die UEFA Europa League ging aus dem 1971 gegründeten UEFA Pokal-Wettbewerb hervor. Es gibt einige Änderungen: Die Gruppenphase wurde von 40 auf 48 Mannschaften erweitert und die Gruppen wurden zusätzlich von fünf auf vier Vereine pro Gruppe verkleinert, die jetzt je zweimal gegeneinander antreten. Zuvor hatten die fünf Mannschaften nur je einmal gegeneinander gespielt. Außerdem kommen nur die zwei besten einer Gruppe weiter. Der Spielmodus funktioniert wie folgt:
  • 48 Teams spielen in 12 Gruppen zu je vier Mannschaften. Wie diese Zustande kommen: hier.
  • Die Gruppensieger (12) und Zweiten (12) kommen in die K.-o.-Runde. Hinzu kommen jene 8 Mannschaften, die in der Gruppenphase der Champions League nur Dritte wurden.
  • 32 Mannschaften spielen dann Hin- und Rückspiel gegeneinander bis zum Finale, hier gibt es kein Rückspiel.

Samstag, 23. Mai 2009

Deutscher Fußball-Meister 2008/09

-cp- Wolfsburg hat die historische Chance genutzt! Allerdings muss den Sport auch immer aus wirtschaftlicher Sicht betrachten, denn da werden doch einige Millionen hin und her überwiesen. In der Wirtschaft gehört das Preis-Leistungs-Verhältnis zu den geflügelten Begriffen. Und gäbe es im Fußball ein Preis-Leistungs-Verhältnis, dann wäre nicht Wolfsburg, sondern Hertha BSC Berlin Deutscher Meister geworden. Zweiter wäre Bochum, dritter Bielfeld (in der echten Tabelle abgestiegen). Werder Bremen müsste in die Relegation, um den Abstieg zu verhindern. Nicht mehr zu retten wären Bayern München und der 1.FC Köln.

Die komplette Preis-Leistungs-Tabelle zum Saisonabschluss gibt es hier zu sehen.

Sonntag, 17. Mai 2009

Fußball und Alkohol

-cp- Die Themen Fußball und Alkohol sind auf Kategorie: Vermischtes kleine Dauerbrenner. Hier mal ein Zitat, das beide Themen vereint: "Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter." (Max Merkel)

Historische Chance für den Vfl Wolfsburg

-sv- Sollte es dem VfL Wolfsburg gelingen, 2009 Meister der Fußball-Bundesliga zu werden, kann dies als historischer Erfolg betrachtet werden. Denn von den 50 Vereinen, die seit ihrer Gründung 1963 in der Bundesliga gespielt haben, sind bisher nur 11 Meister geworden:

1. FC Bayern München (1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008)
2. Werder Bremen (1965, 1988, 1993, 2004)
3. Hamburger SV (1979, 1982, 1983)
4. VfB Stuttgart (1984, 1992, 2007)
5. Borussia Dortmund (1995, 1996, 2002)
6. Borussia Mönchengladbach (1970, 1971, 1975, 1976, 1977)
7. 1. FC Kaiserslautern (1991, 1998)
8. 1. FC Köln (1964, 1978)
9. 1. FC Nürnberg (1968)
10. TSV 1860 München (1966)
11. Eintracht Braunschweig (1967)

Seit 40 Jahren wird die Meisterschaft sogar nur zwischen den ersten 8 Vereinen der Liste ausgetragen (vgl. die Fettungen)! 1968 ist es zuletzt einem Club gelungen Meister zu werden, der nicht diesen Top-8 angehört hat.
Vor dem Hintergrund dieser Fakten, wird der mögliche Meisterschaftserfolg der "Wölfe" zu einem fast einmaligen historischen Ereignis.
Eins steht fest: "Kategorie: Vermischtes" drückt am kommenden Samstag dem VfL Wolfsburg die Daumen!

Ahlen und Aalen

-cp- Es sind zwei Städtchen, auf die man wohl vor allem durch den Fußball aufmerksam wird, und die man auch leicht miteinander verwechselt, obwohl sie außer des gleich klingenden Namens nichts miteinander gemein haben:

Ahlen, Münsterland, NRW, 54.000 Einwohner, Rot-Weiß Ahlen spielt in der zweiten Bundsliga.

Aalen, Baden Württemberg, 66.500 Einwohner, VfR Aalen spielt in der dritten Liga.

Der Weg von Ahlen nach Aalen:


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Montag, 27. April 2009

Klinsmann

-cp- Am 11. Januar 2008 wurde bekannt, dass Jürgen Klinsmann zum 01.07.2008 neuer Bayern-Trainer werden sollte. Wir "berichteten" darüber. [Klick] /// Am 14. August 2008 (!) fragten wir uns, ob Jürgen Klinsmann wohl am Ende der Saison immer noch Bayern-Trainer sein würde. [Klick] /// Am 27. April 2009 ist allgemein festzustellen, dass diese Frage mit "nein" zu beantworten ist. [Focus] - Es gibt halt Konstellationen, die einfach nicht passen. Und den meisten war das eigentlich auch klar. Nur den Herren Hoeneß und Rummenigge nicht. Vielleicht sollte man die auch mal austauschen. Vielleicht gegen Udo Lattek und Günther Netzer.

Dienstag, 30. Dezember 2008

17 Jahr, blondes Haar

-cp- Dass man in Brasilien Fußball spielen kann, ist allgemein bekannt. Meistens sind es jedoch die Herren der Kunst, die von sich reden machen. Nun ist eine Spielerin der brasilianischen U20-Nationalmannschaft bekannt geworden. Sie heißt Leah Lynn Gabriela Fortune und ist gerade mal 17 Jahre alt. Sie ist ungekrönte Weltmeisterin der in Deutschland noch relativ selten zur Schau getragenen Disziplin "Salto-Einwurf".

Montag, 15. Dezember 2008

Hertha BSC Berlin ist Herbstmeister

-cp- Diese Meldung dürfte überraschen, da sie von der aktuellen Tabelle abweicht. Aber ich habe mir mal den Spaß erlaubt, die erwirtschafteten Punkte der Fußball-Bundesliga-Clubs gegen das eingesetzte Budget zu rechnen. Quasi eine Preis-Leistungs-Tabelle. Nach der wäre tatsächlich Berlin Herbstmeister. Hoffenheim wäre im Mittelfeld, und Bayern München ziemlich weit unten.

Links
1) Die komplette Preis-Leistungs-Tabelle
2) Die Etats der Bundesliga-Clubs
3) Kicker - die aktuelle Tabelle

Freitag, 28. November 2008

Fußball nur noch mit Diplom...

-sg- Die DFL hat sich mal wieder Gedanken darüber gemacht, wie man die meiste Kohle aus dem Bundesliga-Zirkus herausholen kann und die Fans dabei maximal nervt. Hier die Spielzeiten der Saison 2009/2010 in der Übersicht:

Freitag
  • 18h00 – Zweite Liga, Spiel 1, 2 (3)
  • 20h30 – Bundesliga, Spiel 1 (oder in Länderspielwochen Zweite Liga Spiel 3)

Samstag
  • 13h00 – Zweite Liga, Spiel 4
  • 15h30 – Bundesliga, Spiel 2, 3, 4, 5, 6 (in UEFA-Cup-Wochen Spiel 6 evtl. am Sonntag)
  • 20h30 – Bundesliga, Spiel 1 (in Länderspielwochen statt des Freitagsspiels)

Sonntag
  • 12h30 – Zweite Liga, Spiel 5, 6, 7, 8
  • 14h45 – Bundesliga, Spiel 7, 8
  • 17h00 (20h30) Bundesliga, Spiel 9 (in der Regel um 17h, 8x pro Saison 20h30)

Montag
  • 20h15 – Zweite Liga, Spiel 9

Soweit klar?

Montag, 10. November 2008

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

-cp- Seit dem 8. Spieltag scheint mal wieder alles für Bayern München zu laufen, dabei waren doch vorher so schöne Sachen zu sehen: Am 5. Spieltag die Heimpleite gegen Werder Bremen (2:5), am 6. Spieltag die Niederlage in Hannover (0:1), am 7. Spieltag das peinliche 3:3 zuhause gehen Bochum. Dann ein glücklicher Sieg in Karlsruhe (1:0) am 8. Spieltag, und seitdem stoplern sich die Bayern ohne wirklich zu überzeugen und klar überlegen zu sein von Sieg zu Sieg. Nur noch 1 Punkt Rückstand auf den Tabellenersten. Schade! Aber es ist schon immer so gewesen, dass die anderen Mannschaften nicht beständig genug spielen, um eine Bayern-Formkrise richtig zu nutzen.

Was ist sonst noch zu notieren? Es wird in diesen Tagen viel Lärm gemacht um Schiedsrichter-Leistungen. Besonders laut war wohl Jürgen Klopp, und prompt ermittelt der DFB gegen ihn, und der Kicker bezeichnet ihn als Seitenlinien-Derrwisch.

Putzig waren in dieser Hinsicht die Frankfurter, die ihr zweites Tor gegen Stuttgart nur erzielen konnten, weil der Schiedsrichter vorher ein Foulspiel des späteren Torschützen Liberopoulos übersah, der (am Rande bemerkt) trotz seines Namens nicht die Position eines Liberos bekleidet. Die Stuttgarter waren davon nicht begeistert, nahmen es aber sportlich und bemühten sich, einen Anschlusstreffer zu erzielen. Dies gelang, und als Mario Gomez kurz vor Schluss sogar noch den Ausgleich erzielte, glaubte der Schiedsrichter, ein Foul gesehen zu haben und wollte den Treffer nicht geben. Sein Kollege an der Seitenlinie überzeugte ihn, dass Galles korrekt abgelaufen war, und so zählte das hochverdiente 2:2. Nun gab es zwischen Frankfurt und Stuttgart zwei Unterschiede: Erstens nahmen die Frankfurter den Gegentreffer nicht ganz so sportlich hin, und zweitens waren sie anders als ihre Gegener im Unrecht, wie Fernsehbilder belegten. Tja, liebe Eintracht, erst foulen, dann schimpfen - das gibt Abzüge auf meinem persönlichen Sympathiekonto. Pech gehabt!

Gut, dass Frankfurt und Bayern schon gegeneinander gespielt haben. Ich wüsste heute gar nicht, gegen wen ich sein sollte.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Fußball und der Konjunktiv

-cp- Manchmal verstehe ich die Formulierungen bei Fußballübertragungen nicht. Wenn zum Beispiel ein Stürmer den Ball knapp am gegnerischen Tor vorbei schießt, wird in Bezug auf den Torwart häufig gesagt: "Da wäre er niemals rangekommen!" Warum dieser Konjunktiv? Eins steht doch fest: Er IST nicht rangekommen. Musste er ja auch nicht, schließlich ist der Ball daneben gegangen.

Vermutlich wollen Reporter mit dieser Phrase andeuten, dass, wenn der Stürmer den Schuss besser platziert hätte, der Ball ins Tor gegangen wäre. Aber welchen Wert hat denn diese Aussage? Das würde übersetzt soviel bedeuten wie "wenn er ihn INS Tor geschossen hätte, dann hätte der Torwart den Ball nicht abwehren können." Aber diese Übersetzung ist wohl ungenau, denn ich ahne wiederum, was es genauer hätte heißen können: "Zwischen dem vom Torwart erreichbaren Berreich des Tores und der Stelle neben dem Tor, an die der Ball geflogen ist, gibt es noch eine Lücke, die zum Tor gehört." Auch diese Aussage ist erschreckend nichtssagend, schaut man sich die Dimensionen eines Fußballtores mal an: Die Distanz vom Boden bis zur Latte beträgt 2,44 Meter und die vom linken Pfosten zum rechten beträgt 7,32 Meter. Mit anderen Worten: Der Torwart muss auf eine Torfläche von knapp 18 m² aufpassen. Dass es da regelmäßig Lücken gibt, an die er nicht kommt, ist doch logisch. Andernfalls, und jetzt benutze ich den Konjunktiv, würden ja keine Tore fallen, und dann würde der ganze verdammte Sport keinen Sinn machen.

Genau genommen bedeutet bedeutetet diese "da wäre er niemals rangekommen"-Phrase wohl nichts anders als: (mit Blick auf den Stürmer im Konjunktiv) "Wenn er ihn reingeschossen hätte, hätte er ihn reingeschossen" oder (mit Blick auf den Torwart als Konditionalsatz): "Wenn er einen Schuss ins Tor nicht verhindern kann, dann geht er rein!" Aber dieses ganze Hätte-wenn-und-aber-Brimborium kann und sollte man sich als Sportreporter eigentlich schenken, wenn man doch einfach sagen kann: "Das war ganz schön knapp!"

Sonntag, 12. Oktober 2008

Kevin Kuranyj und die Nationalmannschaft

Kevin Kuranyi und die Nationalmannschaft - ein ewiges Drama. Erst die Nicht-Berücksichtigung bei der WM 2006, dann kämpft er sich zurück in den Kader. Bei der EM 2008 nur ein paar Kurzeinsätze, und gestern im Qualifikationsspiel für die WM 2010 saß er nur auf der Tribüne. Da ist ihm der Kragen geplatzt, und in der Halbzeitpause ist er nach Hause gefahren. Weil das nicht die feine englische Art ist (und die feine deutsche wohl auch nicht), hat Löw ihn nun dauerhaft suspendiert. [mehr im Kicker]

Kevin Kuranyi ist ein Typ, der im Gedächtnis haften bleibt. In meinem allerdings nicht so sehr wegen fußballerischer Glanzleistungen, sondern wegen der Nutella-Werbung und seiner manchmal etwas dümmlichen wirkenden Interviews. Er selbst scheint sich jedoch als unverstandenes Genie zu fühlen.

"Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie." Ralph Waldo Emerson