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Donnerstag, 24. Juni 2010

In memoriam: Frank Giering

-sv- Am 23. Juni 2010 starb - für mich völlig überraschend - der Schauspieler Frank Giering an einer schweren Alkoholvergiftung [Quelle] bzw. an einer - wie ich annehme - Ösophagusvarizen-Blutung. Solche Varizen (Krampfadern) entstehen, wenn durch eine (alkoholbedingte) Leberzirrhose der Druck in den Venen (u.a. denen der Speiseröhre) zu hoch ist. Platz eine Varize, spuckt der Alkoholkranke Blut und stirbt häufig an der Blutung, weil er bis zum Eintreffen eines Rettungswagens zu viel Blut verliert.
Giering wurde nur 38 Jahre alt und ist mein Jahrgang: 1971. Eigentlich kenne ich ihn nur aus dem Spielfilm "Absolute Giganten" (der einer meiner Lieblingsfilme ist) in der er die Rolle des Floyd spielt, der den letzten Abend an Land (er will nach Verbüßung einer Bewährungsstrafe zur See fahren) mit seinen besten Freunden verbringt. Ein Film über Sehnsucht, Träume und Freundschaft - absolut sehenswert, leider sind DVD und Soundtrack derzeit nicht regulär erhältlich. Hier ein bedrückender Nachruf. Und zur Erinnerung an Frank Gering hier noch eine Szene aus dem Film:

Samstag, 2. Januar 2010

Alkohol und Minderjährige

-cp- Nach der Silvester-Nachlese folgt eine weitere Meldung. In Ennigerloh (Münsterland) haben sich zwei 13-Jährige eine Flasche Wodka geteilt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden (Westfälische Nachrichten). Eine ähnliche Meldung kommt aus Berlin. Da wurde ein 16-Jähriger bewusstlos eingeliefert (Berliner Morgenpost).

Diese Meldungen sind keine Ausnahmen. Insgesamt wurden in Deutschland 2008 (die Zahlen für 2009 liegen noch nicht vor) 333.800 Patienten wegen Alkoholmissbrauchs in Kliniken eingeliefert, davon waren 25.700 zwischen zehn und zwanzig Jahre alt. Alkoholmissbrauch ist nach Herzinsuffizienz (350.700 Fälle) der zweithäufigste Aufnahmegrund (Statistisches Bundesamt).

Freitag, 1. Januar 2010

Silvester-Nachlese

-cp- Irgendwie ist mir die Silvester-Tradition seit jeher ein Rätsel. Klar, der Mensch feiert gerne und auch irgendwie alles. "Man muss die Feste feiern, wie sie fallen", heißt es in einer bekannten Redewenung. Was aber genau verbirgt sich hinter "Feste feiern"?

"Feste heben sich durch besondere Bräuche, die auch hohe Emotionalität (Freude, Begeisterung, Anteilnahme) bis hin zur Ekstase erlauben können, aus dem Alltag heraus", kann man auf Wikipedia nachlesen. Das ist noch nicht sonderlich aussagekräftig, aber es ist anzunehmen, dass beim Feiern mindestens zwei der fünf folgenden Handlungen enthalten sind:
1. Alkohol trinken
2. essen
3. in Gemeinschaft sein
4. tanzen
5. laut sein

Was aber hat es nun mit Silvester auf sich? Der Jahreswechsel wurde bereits 153 vor Christus gefeiert [Wikipedia]. Die beinahe weltweit gültige Zeitrechnung stützt sich auf den Gegorianischen Kalender, der 1582 eingeführt wurde und den Jahreswechsel vom 24.12. auf den 31.12. (Todestag von Papst Silvester I.) gelegt hat. Soviel zu den Hintergründen.

Vom Kopf her ist mir völlig klar, was los ist. Man nimmt den Jahreswechsel zum Anlass einer Feier. Doch während Weihnachten gemeinhin als "Fest der Familie" gefeiert wird, ist die Gruppe eine andere. Und die Aufmerksamkeit und Inanspruchnahme der Behörden auch.

In einem kleinen Kreis wie Minden-Lübbecke (317.000 Einwohner) gab es in der Silvesternacht 108 Einsätze. Das wird von offizieller Seite als "weitgehend ruhiger Jahreswechsel" bezeichnet (Mindener Tagesblatt). In Münster gab es fünf Brände und 69 Rettungseinsätze (Westfälische Nachrichten). In Ladbergen (Münsterland) hat anscheinend eine Silvesterrakete zu einem Großbrand mit Sachschaden von etwa einer Milionen Euro geführt (Westfälische Nachrichten). Außerdem gab es durch Feuerwerkskörper, Scherben und Alkohol viele leicht Verletzte, die behandelt oder ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

"In der Hamburger Hafenstraße lieferten sich rund 200 Menschen Straßenschlachten mit der Polizei", heißt es auf www.ard.de. Und im Frankfurter Raum war auch einiges los. Eine betrunkene 20-Jährige wurde in Groß-Gerau von einem Streifenwagen überfahren und dabei schwer verletzt. Und eine betrunkene 19-Jährige wurde von einer U-Bahn erfasst und verlor dabei ihren Unterschenkel (FAZ).

Und das waren nur ein paar Beispiele. Wie viele Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten es deutschlandweit gab, bleibt noch abzuwarten. Aber nochmal zur Eingangsfrage: Welchen Sinn macht es denn, Silvester zu feiern, wenn am Ende das dabei rauskommt?

Angela Merkel sagte in ihrer Neujahrsansprache, dass 2010 ein schweres Jahr werde (Abendblatt). Stichwort Wirtschaftskrise. Was ich mich frage: Was kostet wohl eine einzige Silvesternacht den Steuerzahler? Wollen wir das nicht in Zukunft einfach lassen? Da hätten wir doch schon einiges gewonnen!

Montag, 2. März 2009

Charlie Sheen

-sg- Carlos Irwin Estévez, Jahrgang 1965 und bekannt als Charlie Sheen, Sohn von Schauspieler Martin Sheen, begann sein Karriere im Jahre 1984 im TV und gelangte schon zwei jahre später zu internationaler Berühmtheit durch seine Rolle im Vietnam-Kriegsdrama "Platoon" (unvergessen auch sein Kurzauftritt aus demselben Jahr in "Ferris macht blau"). Es folgte u.a. eine Hauptrolle in "Wall Street" an der Seite von Michael Douglas (1987), in "The Rookie" an der Seite von Clint Eastwood (1990) und die Hauptrolle in der legendären Komödie "Hot Shots" (1991). Danach kamen noch der weniger berühmte Nachfolger "Hot Shots 2" (1993) und "Die drei Musketiere" (u.a. mit Kiefer Sutherland und Chris O´Donnell, 1994). Doch dann war irgendwie die Luft raus: von Alkohol- und Drogenproblemen war die Rede und es folgten nur noch B-Movies und TV-Auftritte. Doch zu Beginn des neuen Jahrtausends bekam Sheen sich wieder in den Griff! So übernahm er von 2000-2002 die Hauptrolle von Michael J. Fox in der ABC Comedyserie "Chaos City" und seit 2003 spielt er in der CBS-Sitcom "Two and Half Men" die Hauptrolle. Und jetzt kommt es: Charlie Sheen ist durch die Serie zum bestbezahltem Schauspieler des amerikanischen Fernsehens geworden! Einem Bericht der US-Zeitschrift "TV-Guide" zufolge erhält er für jede Folge der TV-Serie "Two and a Half Men" eine Gage von 825.000 Dollar (643.000 Euro)! Und das bei einer Folgenlänge von netto nur 20 Minuten. CBS verlängerte die Serie im März 2009 um drei auf insgesamt neun Staffeln.
Leider scheint es so zu sein, dass Sheen auch der große Erfolg im Fernsehen nicht vom Alkoholkonsum abhält, was regelmäßig zu Gewaltausbrüchen führt: Weihnachten 2009 verbrachte er im Gefängnis und auch in den Jahren davor war er immer wieder wegen Gewalttätigkeiten festgenommen und angeklagt worden: 1997 soll er seine damalige Freundin geschlagen haben und auch 2006 kam es im Zuge der Trennung von seiner damaligen Frau Denise Richards zu Handgreiflichkeiten. Schade, Charlie.

Montag, 16. Februar 2009

Teenager säuft sich zu Tode

-cp- Eine wahre Geschichte, die viele Fragen aufwirft:
- Wie kann es sein, dass sich ein 16-Jähriger in einer Kneipe mit mehr als 40 Tequilla zu Tode säuft?
- Wie kann es sein, dass er mehrere Stunden begegungslos rumliegt, ohne dass jemand den Notarzt ruft?
- Wie kann es sein, dass der Wirt vorgibt, mit ihm um die Wette zu trinken, selbst aber nur Wasser trinkt, weil er keinen Alkohol verträgt?
Mehr über diese tragische Geschichte ist im Spiegel zu lesen.

Samstag, 6. Dezember 2008

Komasaufen

-cp- Das Thema Alkohol ist bei Kategorie: Vermischtes öfter mal vertreten, daher haben wir die bisherigen Artikel mit dem Label Alkohol versehen, damit sie besser gefunden werden können.

Stay Gold
Aktuelles: Die Polizei hat eine Initiative gegen das Komasaufen ins Leben gerufen. Sie heißt "Stay Gold" und wird vor allem von Sportlern unterstützt. Es gibt Fernsehspots, und die Polizei hat Bierdeckel als Werbematerial, die auf der einen Seite einen feiernden Menschen zeigen und auf der anderen (Schockwirkung) denselben Menschen, diesmal allerdings in komatösem Zustand, wie er zum Beispiel in seinem Erbrochenen liegt. [Beispiel]

So sinnvoll der Grundgedanke auch ist - er ist nicht zu Ende gedacht. Die Spots zeigen Jugendliche, die in einer Feiersituation harten Alkohol angeboten bekommen, etwas trinken und dann komatös und ekelig in der Gegend herum liegen. Dann spulen die Filme zurück zur Angebotssituation, die Jugendlichen lehnen ab und haben Erfolg. Dies jedoch ist fern jeder Lebensrealität. Man hat nicht automatisch Erfolg, wenn man auf Alkohol verzichtet. Es wird nicht alles gut, wenn man nicht trinkt. ABER: Es wird auch nicht schlechter. Der Verzicht auf Alkohol, insbesondere auf harten, ist sicherlich sinnvoll. Was die Jugendlichen aber neben einer vernünftigen Aufklärung vor allem brauchen, sind Strategien zum Umgang mit Frustrationen, einem Gefühl von Leere und Gruppendruck.

Links
Zur Staygold-Seite: www.staygold.eu
Zu den Spots: Stay-Gold-Spots
Zu den Sportlern: Stay-Gold-Sportler

Mittwoch, 17. September 2008

Alkohol

-cp- Über das Thema Alkohol gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, was die Wirkung des (übermäßigen) Konsums angeht, aber sehr ähnliche Beobachtungen. Objektiv gesehen hat Alkohol extrem wenig positiven Nutzen, subjektiv fühlen sich viele Menschen besser, wenn sie was getrunken haben oder sie brauchen alkoholische Getränke, um überhaupt entspannen oder sich amüsieren zu können. Wie man es dreht und wendet, Alkohol ist eine (gesellschaftlich akzeptierte) Droge, deren Konsum negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Das oft zitierte gesunde Glas Rotwein, das man angeblich täglich trinken soll, ist übrigens ein weit verbreiteter Irrtum, denn das, was an diesem Glas Rotwein gesund ist, findet sich auch in roten Traubensaft, nur das der keinen Alkohol enthält und deshalb wohl auch so wenig angepriesen wird.

Da bemühen sich die Lehrer und Pädagogen in diesem Land um eine gute Aufklärung in Bezug auf Alkoholkonsum, und dann kommt ein Herr Beckstein daher und sieht die ganze Sache einfach mal ein wenig anders. Durch eine Oktoberfestbrille. Positiv daran ist, dass Herr Beckstein Anlass zu einem erneuten aufklärerischen Aufgreifen des Themas gegeben hat. Allerdings muss er sich nun gefallen lassen, dass öffentlich an seiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt wird. Prost!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Tradition und Alkohol

-cp- So manche etwas seltsam anmutende Sache wird mit dem Begriff "Tradition" gerechtfertigt. Dinge wie Treppe Fegen, Kindpinkeln, Karneval, Schützenfest oder andere Brauchtümer lösen bei manch einem Begeisterung, bei anderen Unverständnis aus. Außerdem entsteht der Eindruck, dass vieles, das "Tradition" genannt wird, nicht mehr ist als ein bestimmter Rahmen (und damit gleichzeitig eine Rechtfertigung) für das gemeinsame Trinken von Alkohol. Es spricht ja nichts dagegen, sich zum Bierchen zu verabreden, aber braucht man dazu wirklich seltsam Konstruktionen verstaubter Brauchtümer.

Zitate zum Thema:
1) "Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg." (George Bernhard Shaw)
2) "Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Schüren der Flamme." (Jean Jaurés)
3) "Tradition ist die Illusion der Permanenz." (Woody Allen)

Mittwoch, 11. Juni 2008

Schnitten, Geld, schnelle Autos...

-cp- Auf ihrem Album Misserfolg ist planbar haben Woody und Allan das eingängige Lied "Schnitten, Geld, schnelle Autos" veröffentlicht. Ob sie bei der Komposition an George Best gedacht haben? Der war nordirischer Fußballspieler und in seinem Land eine echte Kultfigur. Abseits vom Fußballplatz machte er durch Alkoholismus und seine Randerscheinungen auf sich aufmerksam. Von ihm stammt auch der Ausspruch: "Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben ... Den Rest habe ich einfach verpraßt." Dass er im Alter von nur 59 Jahren an den Folgen seines exzessiven Alkoholismus gestorben ist, gibt diesem zunächst mal lustigen Ausspruch einen sehr faden Nachgeschmack.

Freitag, 9. Mai 2008

Alkohol

-cp- Langes Wochenende, gutes Wetter und entscheidende Spiele am Ende der Fußball-Bundesliga-Saison (vorletzter Spieltag). Die Prognose, dass an diesem Wochenende mancheiner einer ungesunden Menge alkoholhaltiger Flüssigkeiten durchaus zuzusprechen bereit sein dürfte, fällt nicht sonderlich schwer. Hier zur Warnung und Abschreckung einige Bilder aus den unendlichen Weiten des Internet...
1) Saufen beim Bund
2) Saufen an der Bushaltestelle
3) Saufspiel bei der Party
4) Nachwehen 1: Nickerchen nach dem Saufen
5) Nachwehen 2: Alkoholbedingte Inkontinenz (Ekelfaktor: 3-4)
6) Nachwehen 3: Hier geht gar nichts mehr (Ekelfaktor: 10-20)