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Freitag, 20. Januar 2012

Der kleine grüne Kaktus versus Dornröschen

-cp- Es ist schon manchmal drollig, wie die Sprache sich entwickelt, gerade so, als ob sie ein Eigenleben führt und gewisse Dinge ganz bewusst verdreht. Ein Beispiel: In der Botanik unterscheidet man zwischen dem Stachel und dem Dorn. Während man im Volksmund dem Kaktus die Stacheln und der Rose die Dornen zuordnet, ist dies in der Botanik genau andersherum. (Also: Eigentlich macht es der Volksmund falsch.) Das bedeutet: Rosen haben Stacheln, Kakteen haben Dornen. Und dies hat weitreichende Konsequenzen: Der Name Dornröschen ist eigentlich falsch. Die Prinzessin müsste Stachelröschen heißen. Und die Prinzen müssten sich eigentlich nicht durch eine Dornenhecke, sondern durch eine Stachelhecke zu ihr hervorkämpfen. Es sei denn, die Hecke würde nicht aus Rosen, sondern aus Kakteen bestehen. In diesem Fall würden sich die Prinzen durch eine Dornenhecke zur Prinzessin hervorkämpfen. Diese hieße dann allerdings Dornkaktüschen. (Der Diminutiv von Kaktus klingt aber ziemlich schauderhaft, wenn man mal ehrlich ist.) Da hilft nur eins: Die Vorstellung, dass die Rosen im Märchenreich ein wenig anders wachsen als in der Realität, und dass sie sehr wohl Dornen besitzen. Unser Clip des Tages ist heute Dornröschen gewidmet:

Freitag, 5. August 2011

Gab es schon immer soviel Musik wie heute?

-sv- Gab es schon immer soviel Musik wie heute? Oder gab es vor der Kommerzialisierung der Musik  weniger Musik? Oder anders gesprochen: Wenn wir heute nicht über CD, MP3 etc. verfügen würden, würden die Musiker, die jetzt veröffentlichen, ihre Musik dann im stillen Kämmerlein machen und es würde kaum einer etwas davon mitbekommen? Hätte z.B. Bob Dylan seine unzähligen Songs auch geschrieben, wenn sie nie hätten veröffentlicht werden können? Wären die Beatles in und um Liverpool eine angesagte Live-Band gewesen?

Erst seit 1900 gibt es so etwas wie eine Musikindustrie. Damals wurde in größerem Maße begonnen, Schellack-Platten herzustellen und zu verbreiten. Durch zwei Weltkriege und den hohen Preis für diese Platten, blieb der weltweite und endgültige Durchbruch aber aus. Seit den 1930er Jahren begann die Entwicklung der preisgünstigeren Vinyl-Schallplatten, die sich ab Mitte der 50er-Jahre gegen Schellack durchsetzte und ab diesem Zeitpunkt den Schallplatten-Weltmarkt eroberte. Hierzu trug das Aufkommen des Rock´n Roll und des damit transportierten Images sehr stark bei.

Mit der Möglichkeit, Musik weltweit günstig verbreiten zu können, beginnt folglich die Ära der Musik als Ware. Künstler, die sonst nur regional aktiv waren, konnten weltweit bekannt gemacht werden. Gleichzeitig inspirierten diese Künstler andere Musiker, ebenfalls Musik zu machen, in der Hoffnung, ebenfalls ein Star zu werden. So mancher Hobby-Musiker mit Talent konnte nun Profimusiker werden und im besten Fall einen Plattenvertrag ergattern. Unterstützt wurde dies durch das Aufkommen der "Solidbody-E-Gitarren" um 1950. Diese Bauweise ermöglichte eine günstige Produktion und deutlich mehr Menschen konnten sich eine Gitarre leisten, um selbst Musik zu machen.

Last but not least wurde diese Entwicklung unterstützt duch das Aufkommen des Transistorradios, das im Gegensatz zu den bis dahin gängigen Röhrenradios leicht zu transportieren und günstig zu erwerben war. Dazu kam die Inbetriebnahme des UKW-Rundfunks, der ab den 1960er-Jahren sogar in Stereo erfolgte und die massenhafte Verbreitung des Fernsehens - ebenfalls ab den 50er-Jahren.

Fassen wir zusammen: Ab Mitte der 1950er-Jahre konnte Musik via Vinyl-Platten verkauft und über das Radio/Fernsehen einer breiten Käufermasse bekannt gemacht werden. Hierdurch (und durch die Möglichkeit, günstig Musikinstrumente zu erwerben) wurden andere Musiker motiviert, sich professionell der Musik zuzuwenden.

Mehr Musiker brauchen mehr Auftrittsmöglichkeiten, es wurden Musik-Clubs gegründet. Durch diese neuen Auftrittsmöglichkeiten sahen sich wieder neue Musiker motiviert usw. usw.

Um auf die anfängliche Frage zurück zu kommen: Ich denke, dass es schon immer mehr Musik gab, als öffentlich zu hören war. Allerdings gab es bestimmt noch nie so viele Menschen, die Musik gemacht haben wie heute, in einer Zeit, in der via Youtube jeder ein Star werden kann. Auch ich habe begonnen Gitarre zu spielen, weil ich auf Platten Musik gehört habe, die mich inspiriert hat. Und diese Platten habe ich gekauft, weil ich die Musik im Radio bzw. im Fernsehen gehört habe. Und im Radio laufen konnte die Musik nur, weil sie auf Vinyl gepresst wurde.

Womit wir am Ende und doch am Anfang wären: Was ich nicht kenne, kann ich auch nicht vermissen. Bedürfnisse lassen sich künstlich erschaffen. Und dies tut die (Musik-)Industrie schon immer. Ob wir die ganze Musik, die ja oft auch sehr austauschbar ist, wirklich brauchen und ob nicht ein paar Platten genügen würden für unsere Glücksseeligkeit, steht in den Sternen. Dass immer neue Musik auf den Markt gebracht wird, um den Eindruck zu erwecken, es gäbe ständig Neues, das wir nicht verpassen dürfen, steht dagegen fest.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Nimm die U-Bahn! Take the "A" Train oder the "L" Train! Ansonsten: S-Bahn fahren!

-sv- Es gibt ja viele Lieder über Fortbewegungsmittel; ganz besonders schöne sind allerdings über den ÖPNV entstanden:

Montag, 9. Mai 2011

Musik aus dem Tatort "Peggy hat Angst"

-cp- Der Tatort Peggy hat Angst (Folge 148, 1983) bleibt nicht nur durch den grausamen Mord und die mit Hannelore Elsner hervoragend besetzte Peggy und den von Hans-Georg Pancak bedrohlich dargestellten Stefan Gabler in Erinnerung. Vor allem die ungewöhnliche musikalische Gestaltung fällt auf. Leider sind Tracklisten im Internet kaum zu finden, dies ist nun der Versuch, die wesentlichen Lieder aufzulisten, soweit sie recherchierbar waren:
  • Warning - "Why Can The Bodies Fly?" (YouTube)
  • Helen Schneider - "When The Dream Is Over" (geschrieben von Udo Lindenberg, MP3 bei Amazon)
  • Simon & Garfunkel - "Me And Julio Down By The Schoolyard"
  • Darüber hinaus werden durch die Protagonisten noch einige Schallplatten gespielt, und in einigen Foren wird gesagt, dass auch Musik von Frank Duval in dem Tatort zu hören sein soll.
Aktualisierungen folgen! Informationen? Bitte Mail an vermischtes@wortmedien.de

Sonntag, 1. Mai 2011

David Garrett und Co.: Keine Klassik

-sv- Bereits im vergangenen Jahr hat "Kategorie: Vermischtes" - wie immer - messerscharf analysiert, dass es sich bei der derzeit beliebten "Classic light" oder dem sog. "Classical Entertainment" nicht um klassische Musik handelt. Nun - fast ein halbes Jahr später - hat Star-Geigerin Julia Fischer sich ebenfalls zum Thema geäußert:

Ich lehne es nicht ab, dass es das überhaupt gibt. Wenn Leute das gerne hören, sollen sie das gerne tun. Womit ich aber ein Problem habe, ist, wenn ein klassischer Musiker diese Musik damit rechtfertigt, dass er damit Menschen für klassische Musik begeistert. Das stimmt einfach nicht. Die Leute werden sich keine Beethoven-Sonate anhören, weil sie vorher Michael Jackson auf der Geige gehört haben. Ich bezeichne das nicht als klassische Musik [...] und ich höre diese Musik auch nicht gerne. [Quelle]

Dienstag, 5. April 2011

Die Wertigkeit des CD-Erwerbs gegenüber dem Download ...

... auf den Punkt gebracht von Bob Geldof:

"Wenn Menschen den Aufwand betreiben, aufzustehen und in den Plattenladen zu gehen, hat das eine ganz andere Wertigkeit, als mal eben vor dem Rechner etwas runterzuladen." [Quelle]

Montag, 14. März 2011

Songtexter: 50 Prozent am Erfolg beteiligt, null Prozent bekannt.

-sv- Songtexter verdienen bestimmt sehr gut, wenn ihr Text in Verbindung mit einer Komposition ein Hit wird. Bekannt werden sie aber in der Regel nicht. Schauen wir uns zum Beispiel die größten Hits von Udo Jürgens an - die Musik hat immer er geschrieben:
  • Griechischer Wein  Text: Michael Kunze 
  • Ein ehrenwertes Haus  Text: Michael Kunze 
  • Aber bitte mit Sahne  Text: Eckart Hachfeld 
  • Mit 66 Jahren  Text: Wolfgang Hofer 
  • Immer wieder geht die Sonne auf  Text: Thomas Hörbiger 
  • Ich weiß, was ich will  Text: Fred Jay 
  • Siebzehn Jahr, blondes Haar  Text: Udo Jürgens / Thomas Hörbiger 
  • Merci Cherie  Text: Udo Jürgens / Thomas Hörbiger 
  • Ich war noch niemals in New York  Text: Michael Kunze 
  • Liebe ohne Leiden  Text: Wolfgang Hofer 
  • Gaby wartet im Park  Text: Michael Kunze 
  • Die Sonne und du  Text: Michael Kunze
Aber wer kennt schon Michael Kunze? Kunze schrieb auch die Texte zum Musical "Tanz der Vampire"! Oder Fred Jay? Sein "Danke schön, es war bezaubernd" wurde u.a. durch Peter Alexander berühmt. Und von Wolfgang Hofer vertonte Udo Jürgens über 100 Texte!

Hits zu schreiben, ist Altersvorsorge. Und an 100 Liedern von Udo Jürgens beteiligt zu sein, dürfte jedes Jahr einen schönen Scheck von der GEMA einbringen. Gratuliere!

Mittwoch, 16. Februar 2011

Lena vs. Nicole - die Geschichte wiederholt sich

-sv- Derzeit wird ja heftig darüber gestritten, ob der Hype um Lena Meyer-Landrut nicht "etwas" übertrieben ist und ob sie nicht langsam nervt usw. Abgesehen davon, dass ich ihre Musik für ziemlich durchschnittlich halte - Satellite sticht aber tatsächlich heraus -, denke ich, dass die Entwicklung bei Lena in Teilen ähnlich verlaufen wird wie bei Nicole nach ihrem Grand Prix-Sieg 1982.
Auch Nicole wurde damals ohne Ende gepusht: Allein 1982 und 1983 wurden weltweit 17 Alben in 12 Ländern veröffentlicht! Und "Ein bißchen Frieden" war in 8 Ländern die Nummer eins der Charts! [Quelle] - da kann von einer Lena-Manie fast nicht die Rede sein. Die Entwicklung bei Nicole bekommt besonderes Gewicht, wenn man bedenkt, dass es damals weder Internet noch Privatfernsehen gab und man seine Platten meist in Elektro-Fachgeschäften kaufen bzw. sogar bestellen musste.
Nicole hatte auch nach 1983 noch viele Jahre sehr großen Erfolg (wenn auch kaum vergleichbar mit dem Hype nach ihrem Grand Prix-Sieg) und ist auch heute noch aktiv - Lena traue ich das ehrlich gesagt nicht zu, was allerdings ebenfalls an Internet und Privatfernsehen liegt.

Dienstag, 15. Februar 2011

The Astounding 12-String Guitar Of Glen Campbell

-sv- Gitarrist und Sänger Glen Campbell ist in Deutschland vor allem durch seinen Hit "Rhinestone Cowboy" bekannt . In den 60er und 70er-Jahren war der frühere Studiomusiker (u.a. Elvis Presley, Frank Sinatra, Dean Martin, Beach Boys) auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Und so manche Plattenfirma produzierte damals absurde Platten, damit der Star nicht zu schnell in Vergessenheit geriet. Solch ein Album ist "The Astounding 12-String Guitar Of Glen Campbell". Auf diesem Album spielt Campbell Instrumetalversionen damals populärer Hits auf - man halte sich fest - einer 12-saitigen Gitarre!!! Nicht, dass ich den Sound einer 12-String nicht mögen würde, aber "Blowin´ in the wind" instrumental mit einer 12-saitigen Gitarre? Glücklicherweise beherrscht Campbell sein Instrument sehr gut, aber kaufen würde ich mir die Scheibe trotzdem nicht. Der Leser möge sich beim Reinhören selbst überzeugen [Albumlink oben klicken].

Campbell spielt übrigens in der ersten Verfilmung des Buches True Grit neben John Wayne eine der Hauptrollen (die Rolle, die in der aktuellen Verfilmung der Coen-Brüder Matt Damon neben Jeff Bridges übernommen hat) und hat auch das Titellied gesungen.

Montag, 14. Februar 2011

Hey hey, my my, Rock´n roll will never die?

-sv- Ich hatte ja bereits im Dezember drauf aufmerksam gemacht, dass bei den Grammys für 2011 sehr viele ältere Herrschaften nominiert sind. Nun haben auch einige der Rentner einen Grammy gewonnen und es zeigt sich, dass im Bereich "Rock" vor allem die alte Garde Maßstäbe zu setzen scheint. Hier die Gewinner:

  • Best Rock Song: "Angry World" - Neil Young (vom Album "Le Noise", das auch in der Kategorie Best Rock Album nominiert war)
  • Best Solo Rock Vocal Performance: "Helter Skelter" - Paul McCartney (auch in dieser Kategorie war Young nominiert)
  • Best Metal Performance: "El Dorado" - Iron Maiden (vom Album "The final frontier". Sie lassen verdienter Weise Korn, Lamb Of God, Megadeth und Slayer hinter sich)
  • Best Rock Instrumental Performance: "Hammerhead" - Jeff Beck

Überrascht hat mich, dass Robby Krieger mit seinem Album "Singularity" in der Kategorie "Best Pop Instrumental Album" nominiert war (gewonnen haben Larry Carlton & Tak Matsumoto mit ihrem Album "Take Your Pick"). Krieger hatte ich aufgrund seines oft sehr miesen Gezupfes für die Doors als einen der schlechtesten Gitarristen abgespeichert, der es in einer Band je zu Weltruhm brachte. Und nun das.

Hier die vollständige Liste aller Gewinner.

Dienstag, 25. Januar 2011

Austropop vs. Bavariapop

-sv- Vor allem in den 70er- und 80er-Jahren war der sogenannte Austropop hochgradig beliebt im gesamten deutschsprachigen Raum. Gesungen wurde meist im Wiener Dialekt. Liedermacher wie Georg Danzer, Wolfgang Ambros, Peter Cornelius, Rainhard Fendrich, Bands wie die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) und der international bekannte Sänger Falco feierten große Erfolge. Heute ist diese Musikrichtung fast nur noch in Österreich zu hören, Pop in Mundart ist vorerst tot. Laut Wikipedia hatte Rainhard Fendrich mit Blond im Jahr 1997 den bislang letzten Nummer-eins-Hit im Wiener Dialekt, der unter den Begriff Popmusik fällt.
Parallel zu dieser Austropop-Welle wurden auch in Deutschland in den 80er-Jahren in Mundart gesungene Popsongs/Schlager immer beliebter. Zu nennen sind u.a. die Spider Murphy Gang (Schickeria, 1983), Nicki (I bin a bayrisches Cowgirl, 1987) und Wolfgang Fierek (Resi, I hol di mit mei'm Traktor ab, 1985). Auch sehr populär war Liedermacher Fredl Fesl (Der Anlassjodler, 1978). Als Bavariapop hat sich die Musikform nie etabliert, zu verschieden sind die Stilrichtungen, zu erfloglos im gesamten deutschsprachigen Raum auf Dauer die einzelnen Interpreten. Allerdings existiert heute der Begriff Neue Volksmusik für ein Musik-Genre, das Volksmusik (hier wohl vor allem den Gesang in Mundart) mit Elementen der Popmusik, des Hip-Hop, des Jazz und anderen Musik-Genres kombiniert. Vertreter sind z.B. Hans Söllner und Biermösl Blosn.
Fazit: Die Österreicher haben in Sachen Mundart-Pop ganz klar die Nase vorn gehabt, können heute aber - ebenso wie die Deutschen - nur auf vergangene Erfolge zurückblicken.

Dienstag, 4. Januar 2011

We are the world - 1985 und 2010

-sv- Im Jahr 1985 merkten auf einmal auch amerikanische Popstars, dass in Afrika Menschen hungern und nahmen das Lied "We are the world" auf (geschrieben von Quincy Jones und Michael Jackson). Im Februar 2010 wurde das Lied neu aufgenommen, diesmal für Hilfsprogramme nach dem Erdbeben in Haiti. Was ist aus den Sängern von 1985 geworden?
  • Lionel Richie (tritt nach wie vor auf, seine größten Erfolge feierte er in den 80ern)
  • Stevie Wonder (hat in den letzten 15 Jahren nur 3 Alben aufgenommen, das letzte 2005)
  • Paul Simon (tritt ebenfalls noch auf - sogar mit Art Garfunkel - , seine große Zeit endete aber Anfang der 90er)
  • Kenny Rogers (inzwischen 72 Jahre alt, lebt von seinen Hits der Vergangenheit)
  • James Ingram (der Gute sang 1985 wohl nur mit, weil er mit Quincy Jones befreundet war...)
  • Tina Turner (lebende Legende)
  • Billy Joel (hat 1993 sein letztes Studioalbum aufgenommen)
  • Michael Jackson (tote Legende)
  • Diana Ross (lebende Legende)
  • Dionne Warwick (war wohl nie ein echter Superstar, in den 80ern allerdings auf dem Höhepunkt ihrer Karriere)
  • Willie Nelson (lebende Legende)
  • Al Jarreau (lebende Legende)
  • Bruce Springsteen (lebende Legende)
  • Kenny Loggins (Ende der 70er/Anfang der 80er ganz gut im Geschäft, heute im Grunde vergessen)
  • Steve Perry (Sänger der Band Journey, die vor allem in den USA sehr erfolgreich war Ende der 70er/Anfang der 80er, heute im Grunde vergessen)
  • Daryl Hall (Teil des Duos Hall & Oats, vgl. Kenny Loggins)
  • Huey Lewis (mit den News in den 80ern ein Hit, danach vergessen)
  • Cyndi Lauper (im Grunde ein Two-Hit-Wonder - vergessen)
  • Kim Carnes (hatte 1985 den Höhepunkt ihrer Karriere schon hinter sich - vergessen. Einziger Hit "Bette Davis Eyes" von 1981)
  • Bob Dylan (lebende Legende de luxe - wie er überredet werden konnte zu dem Schmonsens, lässt sich nur mit seinem allgemeinen Karrieretief in den 80ern erklären)
  • Ray Charles (tote Legende)
Fazit: Zu einigen echten Superstars gesellten sich 1985 ein paar Eintagsfliegen. Mal sehen, was wir 2035 über die Mit-Sänger der Version von 2010 [hier] sagen können.

Barbra Streisand - Ein Lied und seine Geschichte

-sv- Das der aktuelle Hit "Barbra Streisand" aus einem Sample besteht, war ja im Grunde klar. Dass der Ursprungssampel allerdings von einer deutschen Gruppe stammt, erstaunt dann doch. Allerdings war Nightrain wohl nicht sooo super erfolgreich, wie diese Bilder zeigen - das Leben hat dem mutmaßlichen Komponisten des heute weltweit erfolgreichen Sampels scheinbar übel mitgespielt. Bleibt zu hoffen, dass es ordentlich Tantiemen für die neueste Cover-Version von Duck Sauce gibt - das Geld für das Cover von Boney M. scheint lange aufgebraucht ...

Das Original von 1973: Nightrain mit "Hallo Bimmelbahn"


Coveversion Nr. 1: Boney M., 1979 mit "Gotta Go Home"


Coverversion Nr. 2: Duck Sauce, 2010 mit "Barbra Streisand"


Im Dezember wurden übrigens zwei Neuaufnahmen von "Hallo Bimmelbahn" veröffentlicht: Am 3.12. erschien die Version von Andi Wölk [hier] und am 17.12. die der Gruppe Flashback [hier].

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Rentner-Treffen bei den Grammys 2010

-sv- Für einen Grammy in der Kategorie Best Solo Rock Vocal Performance sind nominiert:
  • Run Back To Your Side - Eric Clapton (*1945)
  • Crossroads - John Mayer (*1977)
  • Helter Skelter - Paul McCartney (*1942)
  • Silver Rider - Robert Plant (*1948)
  • Angry World - Neil Young (*1945)
Bei der Best Hard Rock Performance versammelt sich die alte Garde der Grunge-Generation:
  • A Looking In View - Alice In Chains
  • Let Me Hear You Scream - Ozzy Osbourne (*1948)
  • Black Rain - Soundgarden
  • Between The Lines - Stone Temple Pilots
  • New Fang - Them Crooked Vultures
Pearl Jam sind (wie auch Neil Young) übrigens für das Best Rock Album nominiert.
Und sehr häufig nominiert ist auch Jeff Beck (*1944):
  • Best Pop Instrumental Performance,  
  • Best Rock Performance By A Duo Or Group With Vocals (mit Joss Stone),  
  • Best Rock Instrumental Performance,  
  • Best Rock Album.
[Quelle]

Neues Chickenfoot Album 2011

-sv- Joe Satriani hat in einem Interview mit guitar.com berichtet, dass er und Sammy Hagar bereits an einem neuen Chickenfoot Album arbeiten. Schon im Januar 2011 sollen die Aufnahmen für das Album beginnen:

Right after I finished mixing my new album, I spent three weeks writing new songs for Chickenfoot. We already have about 14 new songs that Sammy is writing new melodies and lyrics for. We’re gonna get together at the end of January to start recording the second Chickenfoot album.

Dienstag, 30. November 2010

Die Veränderung der Mariah C.

-sv- Dass sich Mariah Carey im Laufe ihrer Karriere einige Extravaganzen erlaubt hat, muss an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Schön dokumentiert ist ihre Veränderung allerdings mit den folgenden zwei Plattencovern ihrer beiden Weihnachts-CDs: Links Merry Christmas aus dem Jahr 1994 und rechts Merry Christmas II you aus dem Jahr 2010. Saß sie zu Beginn Ihrer Karriere noch im echten Schnee, reicht es 2010 grad noch für eine Fotomontage ... und an ihrer Oberweite wurde auch montiert, oder? Wie auch immer: Frohe Weihnachten!

Montag, 29. November 2010

Daniel Lanois, Produzent und Musiker

-sv- Ich lese gerade die Autobiographie von Bob Dylan, Chronicles. Volume 1 und bin im Kapitel über die Produktion des Albums Oh Mercy (1989) auf den Produzenten Daniel Lanois gestoßen. Lanois war mir bisher kein Begriff, als ich jedoch las, bei welchen Alben er Produzent war, musste ich innerlich den Hut ziehen. Nachfolgend eine Auswahl und hier die Gesamtübersicht über seine Produktionen:
  • The Unforgettable Fire – U2, 1984
  • Birdy – Peter Gabriel, 1985
  • So – Peter Gabriel, 1986
  • The Joshua Tree – U2, 1987
  • Oh Mercy – Bob Dylan, 1989
  • Yellow Moon – Neville Brothers, 1989
  • Achtung Baby – U2, 1991
  • Us – Peter Gabriel, 1992
  • Time Out of Mind – Bob Dylan, 1997
  • No Line on the Horizon – U2, 2009
  • Le Noise – Neil Young, 2010
Zwischendurch veröffentlicht Lanois auch immer wieder Alben mit seiner eigenen Musik, Black Dub ist der Titel seines aktuellen Projekts, hier das aktuelle Album.

Mittwoch, 24. November 2010

In memoriam: Freddie Mercury

-sv- Heute vor 19 Jahren starb Freddie Mercury, Sänger der Rockgruppe Queen, im Alter von nur 45 Jahren an Aids. Die taz veröffentlichte heute ihm zu Ehren einen Beitrag der Popjournalistin Ingeborg Schober. Frau Schober erwähnt in ihrem Beitrag den Video-Dreh zu Innuendo, bei dem Mercury wohl anwesend war. Im Video zu sehen ist er allerdings nicht. Das letzte offizielle Filmdokument, auf dem Mercury zu sehen ist, ist das Video zum Song These Are The Days Of Our Lives, dass am 30. Mai 1991 gedreht wurde.
Ich selbst erinnere mich noch gut an den Tag, als Freddie Mercury starb. Ich absolvierte meinen Zivildienst in einem Akutkrankenhaus und hörte schon um ca. 5 Uhr morgens in den Nachrichten von seinem Tod. Als damals sehr großer Queen-Fan (auch heute noch höre ich ihre Musik sehr gerne) war ich am Boden zerstört und konnte es kaum fassen. Immer in Erinnerung bleiben wird mir der Auftritt von Queen beim Live-Aid Konzert 1985 - der Beginn meiner Begeisterung für Queen. Direkt nach dem Konzert kaufte ich mir im ortsansässigen Elektrofachgeschäft die aktuelle LP The Works und dann nach und nach alle Alben ...

Mittwoch, 3. November 2010

Neues Album von Bruce Springsteen:
The Promise erscheint am 12. November 2010

-sv- Zu Beginn des Jahres 2009 habe ich an dieser Stelle das vierte Studioalbum von Bruce Springsteen - "Darkness on the edge of town" - besprochen und als eines seiner besten Alben bezeichnet - dabei bleibt es auch!
Nun veröffentlicht Springsteen mit "The Promise" am 12.11.2010 ein Doppelalbum, das 21 bis dato unveröffentlichte Aufnahmen enthält, die größtenteil während der "Darkness On The Edge Of Town"-Sessions Ende der 70iger Jahre entstanden sind. Das ist allerdings der Hammer, denn mir sind Springsteens Alben, die er zwischen 1973 und 1980 veröffentlicht hat, immernoch die liebsten. Aus dieser Zeit unveröffentlichtes Material zu hören, kann ich kaum erwarten!
Wem die 21 Songs an sich noch nicht genug sind, der kann die parallel erscheinende Deluxe-Ausgabe als Box-Set kaufen, die die Entstehungsgeschichte des Albums dokumentiert. Auf insgesamt drei CDs und drei DVDs/BluRays sind neben dem Album "The Promise" auch das erstmals remasterte Darkness-Album sowie insgesamt 6 Stunden Videomaterial mit ungesehenen Live-und Studioaufnahmen zu finden.
Bei solchen Sets stellt sich allerdings immer die Frage: Wann kann ich mir das alles anhören bzw. -schauen? Ich denke, ich werde die Do-CD kaufen, denn in erster Linie interessiert mich die Musik!
Nachtrag: Habe nun das oben angekündigte Album in der einfachen Version erworben und auch gehört. Um es kurz zu machen: Springsteen hätte den Murks lieber in den Archiven vergammeln lassen sollen. Auf CD eins findet sich mit Racing in the streets eine Variation des schon auf Darkness on the edge of town veröffentlichten Stücks, die den Höhepunkt des Albums bietet. Zweites und letztes Highlight von CD 1: Because the night in einer Studio-Version - allerdings hätten es die bisher veröffentlichten Live-Versionen auch getan. Auf CD 2 findet sich kein nennenswerter Höhepunkt. Als Fazit bleibt für beide CDs: uninspirierte, langweilige Melodien und naive Texte/Liebesschnulzen bestimmen das Geschehen. Mit diesem Album hat sich Springsteen keinen Gefallen getan, denn er demontiert den Mythos Darkness on the edge of town und seine eigenen Songwriterqualitäten. Denn wenn ich mutmaße, dass auch bei all seinen andern Alben derartige Outtakes übrig geblieben sind, dann sind seine z.T. naiven Texte keine Ausrutscher, sondern der Normalfall und alle textlichen Highlights seiner Karriere eher die Ausnahmen. Dass man ihn mal als "neuen Bob Dylan" bezeichnet hat, wirkt beim Hören dieses Albums und mit der Kenntnis der textlichen Fähigkeiten von Dylan wie ein einziger großer Witz. Sorry, Bruce...

Der nächste bitte: Oldies spielen Oldies

-sv- Unfassbar! Wenn den Rock-Opas nichts mehr einfällt, dann wärmen sie alte Soße wieder auf und verkaufen das als Innovation. Ich zitiere die Begleittexte von amazon:
  • "Es ist die Zeit des Rückblicks für Gordon Sumner alias Sting (Jahrgang 1951) gekommen [...]" Album "Symphonicities".
  • "Auf Clapton, seinem 19. Soloalbum, erforscht der einzige Musiker, der gleich dreimal in die Rock and Roll Hame Of Fame aufgenommen worden ist, die ganze Bandbreite von Einflüssen, die ihm geholfen haben, sein musikalisches Ausdrucksvermögen zu finden. [...]" Musiker: Eric Clapton (Jahrgang 1945)
  • "Was dabei herauskommt, wenn sich ein Star wie Elton John (Jahrgang 1947) auf seine alten Tage der eigenen musikalischen Anfänge samt Vorbildern und Wegbereitern entsinnt, lässt sich auf The Union bewundern."
  • "Acht Jahre nach seinem letzten Album Testify begibt sich Phil Collins auf seinem neuen Longplayer auf eine ebenso kurzweilige wie unterhaltsame Zeitreise zurück in die sechziger Jahre." Album "Going back"
  • "Neil Diamond (Jahrgang 1941) erfüllt sich mit Dreams einen langen Traum. Der Anfang 1941 in New York geborene Songwriter wollte schon immer Lieder covern, die für ihn persönlich zu den besten der Rock-Geschichte gehören." Album "Dreams"
  • Fünf Jahre nach "All That I Am" veröffentlicht Musiklegende Carlos Santana (Jahrgang 1947) mit "Guitar Heaven: The Greatest Guitar Classics Of All Time" endlich wieder ein neues Studioalbum. Der Longplayer, der in bewährter Konstellation mit Clive Davis entstand, enthält Neu-Interpretationen zahlreicher legendärer Songs [...]."