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Montag, 9. Mai 2011

Musik aus dem Tatort "Peggy hat Angst"

-cp- Der Tatort Peggy hat Angst (Folge 148, 1983) bleibt nicht nur durch den grausamen Mord und die mit Hannelore Elsner hervoragend besetzte Peggy und den von Hans-Georg Pancak bedrohlich dargestellten Stefan Gabler in Erinnerung. Vor allem die ungewöhnliche musikalische Gestaltung fällt auf. Leider sind Tracklisten im Internet kaum zu finden, dies ist nun der Versuch, die wesentlichen Lieder aufzulisten, soweit sie recherchierbar waren:
  • Warning - "Why Can The Bodies Fly?" (YouTube)
  • Helen Schneider - "When The Dream Is Over" (geschrieben von Udo Lindenberg, MP3 bei Amazon)
  • Simon & Garfunkel - "Me And Julio Down By The Schoolyard"
  • Darüber hinaus werden durch die Protagonisten noch einige Schallplatten gespielt, und in einigen Foren wird gesagt, dass auch Musik von Frank Duval in dem Tatort zu hören sein soll.
Aktualisierungen folgen! Informationen? Bitte Mail an vermischtes@wortmedien.de

Dienstag, 7. September 2010

Kölner Karneval und Wickie

-sv- Was verbindet die Kölner Mundart-Band "Bläck Fööss" (1970 als "The Stowaways" gegründet) mit der TV-Serie "Wickie und die starken Männer" (1972-1974)? Das Titel-Lied der Kinder-TV-Serie! Dies wurde von Christian Bruhn komponiert und von den "Stowaways" seinerzeit aufgenommen - unglaublich!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Zacki Zupf

-cp- Wenn es einem Komiker gelingt, mit seinen Sketchen und gags geflügelte Worte zu erschaffen, dann spricht das ohne Zweifel für die Qualität des Komikers. Einer der Größten war in dieser Hinsicht Diether Krebs, der auf vielfältige Weise Fernsehgeschichte geschrieben hat. Sei es mit Sketchup, Ein Herz und eine Seele oder anderen. Unvergessen ist auch seine Abspann-Band aus "Voll daneben" mit Theo Tusch, Zacki Zupf, Teddy Taste, Bobby Backe, u.a.:

Samstag, 3. Juli 2010

Noch ein TV-Held der 80er

-cp- Neben den amerikanischen Serien, die seit Mitte der 80er im deutschen Fernsehen liefen, gab es für mich noch einen TV-Helden der besonderen Sorte, den ich Anfang der 80er Jahre sehr gern gesehen habe. Die Sendung hieß zunächst "Spaß am Montag" und später Spaß am Dienstag. Der "Held" ist ein aus heutiger Sicht billiger Computereffekt, aber ich war als Kind echt ein Fan dieser Figur: Zini. Zumal in der Sendung immer sehr kultige Cartoons und Kurzfilme gezeigt wurden. Einer der vielen (realen) Moderatoren war der am 3. Juni 2008 verstorbene Werner Koj. Er war von 1985 bis 1989 vor der Kamera und ist auch in diesem Ausschnitt zu sehen. In dieser Zeit waren "Werner und Zini" Synonym für "Spaß am Dienstag".

Freitag, 2. Juli 2010

TV-Held(inn)en der 80er-Jahre

-sv- Wer wie ich um 1970 geboren wurde, wuchs mit den amerikanischen Nachmittags-TV-Serien der 80er auf, die damals in ARD und ZDF zu sehen waren. Die untenstehenden habe ich geliebt und möglichst keine Folge verpasst. Allerdings brachte mich die Programmgestaltung des ZDF immer wieder in Bedrängnis, wenn ich bei einem Freund war. Denn jede Folge wurde bekanntermaßen in zwei Teilen ausgestrahlt, die von einer kurzen Werbepause unterbrochen waren. Beginn war um 17:45 Uhr, die erste Pause meist um 18:05/18:10 Uhr. Und hier lag das Problem: Da ich immer um 18 Uhr zuhause sein musste, blieb mir nur die Wahl zwischen "früher nach Hause gehen und den ersten Teil ohne meinen besten Freund gucken" oder "dies tun und 15 Minuten zu spät zuhause sein". Ich entschied mich meist für Ersteres und meine Mutter wollte die Tragweite ihrer Zeitvorgabe nie verstehen. Im "Streit" mit ihr verpasste ich dann oft auch noch den Anfang des zweiten Teils der Folge - ein Drama... Hier meine Highlights:
  • Agentin mit Herz (1983-1987, Bruce Boxleitner als coolster Agent der 80er)
  • Alf (1986-1990, auch heute noch grandios)
  • Die Bill Cosby Show (1984-1992, 201 Folgen in 8 Staffeln, Familienidylle auf amerikanisch)
  • Ein Colt für alle Fälle (1981-1986, Colt Seavers als Vorbild für diverse Fahrrad-Stunts und Heather Thomas als Traumfrau der 80er; vgl. obigen Screenshot aus dem Vorspann der Serie)
  • Hart aber herzlich (1979-1984, Max´ Auftritte waren immer Highlights)
  • Trio mit vier Fäusten (1984-1986, irre Bastel-Serie - ich sag nur Robos! Die Titelmusik übrigens von Mike Post, der u.a. auch für die von Magnum und Das A-Team verantwortlich ist).

Sonntag, 30. Mai 2010

Lena gewinnt - Warum eigentlich?

-cp- Die Frage nach dem "Warum" ist vielleicht ein wenig müßig, aber sie muss trotz aller Euphorie auch mal erlaubt sein. Bei "DSDS", so Dieter Bohlen, wäre sie nicht weit gekommen. Und was genau beim Eurovision Song Contest bewertet wird, ist sowieso eine große Frage. Der Song? Der Gesang? Der Auftritt? Eigentlich sollte es bei einem "Song"-Contest ja um den Song gehen. In diesem Fall hätte der Sieger nur Tom Dice heißen dürfen, denn er war im Grunde der einzige, der die Kategorie "Singer-Songwriter" bedient hat. Aber darum geht es nicht.

Betrachtet man Lenas Song kritisch, lässt sich kaum nachvollziehen, warum sie gewonnen hat. Bei "Satellite" kann man nicht unbedingt von der Neuerfindung des Rades sprechen. Die Beats (und viel mehr Musik steckt nicht drin) erinnern stark an Lou Begas "Mambo Number 5" und die Melodie hat die Naivität eines Kinderliedes. Ein starker Song? Nüchtern betrachtet eher nicht. Auch war Lena, technisch gesehen, weit davon entfernt, die beste Sängerin des Abends zu sein. Ihre Art, mit englischen Betonungen umzugehen, ist zudem etwas eigenwillig. Vielleicht kommt es aber darauf gar nicht an, denn eines haben Dieter Bohlens Ziehkinder und die meisten Kandidaten gestern gemein: Auch wenn sie die Töne treffen, singen sie seelenleer und sind absolut austauschbar. Wiedererkennungswert: Null. So hat Lena etwas, das den anderen Kandidaten gestern (und denen bei DSDS sowieso) meist fehlte: viel Herz, Ausstrahlung und eine sehr individuelle Note. Vielleicht war es einfach mal wieder an der Zeit, dem Medienzirkus mit einer leichten, aber doch spürbaren "egal, ich mach einfach mein Ding"-Attitüde zu begegnen. Authentizität ist eben wichtiger als Perfektion. Der Sieg sei ihr jedenfalls gegönnt, auch wenn er zur Folge hat, dass "Satellite" nun wohl noch öfter gedudelt in Radio und Fernsehen wird.

Sonntag, 9. Mai 2010

Alle hassen Chris und sind verrückt nach Steve

-sv- Kinofilme und TV-Serien haben manchmal komische Namen; aufgefallen sind mir in diesen Tagen die folgenden beiden.

  • "Alle hassen Chris": eine Comedy-TV-Serie [Wiki-Link], die von September 2005 bis Mai 2009 in den USA lief und derzeit in Deutschland auf Pro Sieben ausgestrahlt wird. Die Idee zur Serie, die vom Alltag eines Afro-Amerikaners im Brooklyn der 80er-Jahre handelt, kam von Chris Rock, der auch den Erzähler gibt. Die Serie spielt mit den Vorurteilen gegenüber Schwarzen und greift diese ironisch auf.
  • "Verrückt nach Steve" ist eine Kinokomödie mit Sandra Bullock, für die Bullock zwei Goldene Himbeeren 2010 bekam (Schlechteste Schauspielerin und Teil des schlechtetsen Leinwandpaares). Der Film floppte an den Kinokassen. Bullock erhielt 2010 auch den Oscar für ihre Performance in Blind side (Beste Hauptdarstellerin).

Sonntag, 3. Januar 2010

Luzie, der Schrecken der Straße

-cp- Die 1980 gedrehte Fernsehserie nach dem gleichnamigen Kinderbuch Luzie, der Schrecken der Straße weiß auch heute noch zu überzeugen. Die Besetzung ist super, gerade die Kinder spielen ihre Rollen hervorragend, und die sichtlich veraltete Animationstechnik stört überhaupt nicht. "Luzie" ist der Beweis dafür, dass eine Geschichte mit Herz viel besser sein kann als technisch perfekte Filme, denen der Inhalt fehlt.

Inhalt: In der charmanten Kulisse der frühen 80er Jahre erlebt Luzie die letzten Tage vor ihrer Einschulung. Als Oswald sie zwingt, im Kaufhaus zu stehlen, nimmt sie eine Packung Knete mit, die sich schon bald in die Knetmännchen Friedrich und Friedrich verwandelt. Durch die beiden werden die nächsten Tage genau so aufregend wie verrückt. ...

Die Stärke der Serie ist, dass sie authentisch mit kindlichen Emotionen umgeht. Sowohl die Zwangssituation beim Stehlen als auch die Gefühle von Einsamkeit und Langeweile kommen sehr glaubwürdig rüber, und man kann mit dem Mädchen mitfühlen. Auf der anderen Seite gibt es viele Szenen, die in Richtung Slapstick und Klamauk gehen und jedem Kind (und vielen Erwachsenen) ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern werden. Das einzig Fragwürdige finde ich persönlich den Umgang der erwachsenen Figuren mit Medikamenten. In der letzten Folge nehmen Luzies Großvater, Mutter und Vater ohne sichtlichen Grund einen netten Cocktail ein. Sie sagen zwar, dass sie so besser schlafen können, aber in den vorherigen Folgen haben sie in der Hinsicht nie Probleme gehabt. Als Erwachsener kann man darüber sicher mit einem Schmunzeln hinweg sehen. Kindern sollte man schon, so pädagogisch-platt es auch klingen mag, erklären, dass man so mit Medikamenten nicht umgehen sollte.

Freitag, 7. August 2009

Als Mix-Tapes noch in Mode waren

-sv- Vor 24 Jahren, am 13. Juli 1985, lief im Dritten Programm das Live-Aid-Konzert. Die duale Rundfunkordnung war zwar seit etwas über einem Jahr in Deutschland eingeführt aber es gab trotzdem nur 3 Programme: ARD, ZDF und die regional unterschiedlichen Dritten. Live-Aid lief bei uns im NDR und ich war den ganzen Tag dabei. Es gab kein Internet, kein Youtube, kein itunes, keine DVDs oder BluRays, Computer waren vorhanden aber kaum in Gebrauch - kurz: das Leben war langsamer und etwas unbequemer für den Musikfan - auch wenn wir das nicht gemerkt haben damals. Musik wurde von LPs gehört und man überspielte für Freunde seine Lieblingsplatten auf Kassette. Wenn man mal in der einschlägigen Musikpresse von einer neuen Veröffentlichung las, ging man zum Plattenhändler im Ort und bestellte die Platte - denn meist hatte er das Ding nicht vorrätig. Das dauerte dann schon mal 1 bis 2 Wochen bis die da war, aber bei der Entgegennahme freute man sich umso mehr. Beliebt waren auch Plattenbörsen und 2nd-Hand-Plattenläden - damals die einzige Möglichkeit, an preiswerte oder nicht mehr bestellbare (s.o.) LPs zu kommen. Hierbei entwickelte man eine Schatzsuchermentalität und kam garantiert zwischen den leicht müffelnden alten Platten in einen Kaufrausch, wenn man auf ein gut sortiertes Fach im Regal stieß. Der Plattenspieler und die Platten wurden akribisch gepflegt und der Tonkopf es Kassettendecks regelmäßig mit Spiritus und Ohrstäbchen vom Abrieb der MCs gereinigt - was auch immer das an Klangoptimierung gebracht hat... Nach dem Kauf einer neuen Platte setzte man sich hin und hörte das Ding erstmal in Ruhe durch - zu Beginn mit einem Tee, später mit Kaffee und Zigaretten. Danach wurde mit Freunden gefachsimpelt und wieder gehört - alles mit voller Konzentration.
Einen Event wie Live-Aid in diesen Zeiten im Fernsehen sehen zu dürfen, glich einem Weltwunder. Denn erstens kam damals außer Formel Eins (ARD) fast keine Musiksendung im TV und zweitens wurden schon gar nicht 16 Stunden dauernde Konzerte übertragen. So rannte ich also immer zwischen Klo, Küche und Fernseher hin und her und musste immer wieder meine Eltern überzeugen, dass man gar nicht zuviel Fernsehen könne und meine Augen bestimmt keinen Schaden nehmen würden. Wenn ich mir heute die Playlist anschaue, bin ich erstaunt, wer da damals so alles mitgemacht hat (im Rückblick ist mir nämlich nur der Auftritt von Queen in Erinnerung geblieben - ich war damals ein riesiger Fan).
Naja, inzwischen lade ich Songs sofort bei itunes, was auch Vorteile hat und höre Musik meist nebenbei - andere Dinge stehen mehr im Vordergrund. Meine Plattensammlung habe ich, bis auf ein paar Schätzchen, fast komplett aufgelöst und meine übriggebliebenen Musikkassetten höre ich nur noch im Auto. Aber ab und zu kommt noch mal das 80er-Feeling durch und ich bin eins mit mir und der Musik!
Filmtipps: High Fidelity und Almost Famous.

Montag, 27. Juli 2009

Prince und der King of Pop

-sv- Michael Jackson ist tot und es leben die Vergleiche mit anderen Musikern - Prince ist einer davon, obwohl m.E. die Unterschiede zwischen diesen beiden Musikern nicht größer sein können. Es fängt schon damit an, dass Prince Musiker und Sänger ist, Jackson hingegen "nur" Sänger. Auch ist Prince seiner Hautfarbe und Gesichtsform weitgehend treu geblieben und er ist eher Funk als Pop. Und allgemein gesprochen: Prince ist irgendwie cooler. Die SZ hat sich nun dem 25-jährigen Jubiläum des Prince-Albums "Purple rain" angenommen (dem Soundtrack zum gleichnamigen Film) und auf arte läuft am Dienstag, dem 4. August 2009 um 21.00 Uhr eine Doku zum Thema "Doctor Prince & Mister Jackson". Hier gibts die Langversion von "Purple rain", das Solo sollte man tasächlich nicht verpassen.

Sonntag, 24. Mai 2009

Max Wright alias Willi Tanner:
ALF hat ihm kein Glück gebracht

-sv- Die Fernsehserie ALF (102 Folgen in 4 Staffeln) lief von September 1986 bis März 1990 erfolgreich in den USA und danach immer wieder auch in Deutschland. Einer der Hauptdarsteller war Max Wright, der den Familienvater William Tanner verkörperte. Leider scheint ihm die Serie kein Glück gebracht zu haben. Anne Scheeden (in der Serie Wrights Ehefrau) erinnerte sich, dass er am letzen Drehtag wortlos das Set in Richtung Garderobe verlassen, seine Sachen in sein Auto gepackt habe und verschwunden sei. Wright gesteht später: "Es war harte Arbeit und sehr schlimm und am Ende der vierjährigen Alf-Dreharbeiten war ich sehr begierig darauf, dass es vorbei war." [Quelle]. Wirft man einen Blick in die imdb, scheint Wright noch bis 2001 recht gut im Geschäft gewesen zu sein: eine TV-Produktion folgt auf die nächste. Und laut imdb ist Wright seit 1965 bis heute mit seiner Frau Linda verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Doch hinter der Fassade des erfolgreichen TV-Schauspielers muss sich große Verzweiflung breit gemacht haben. 1995 wurde angeblich bei ihm Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. In den Jahren 2000 und 2003 wurde er wegen Alkohols am Steuer festgenommen und 2001 tauchen Bilder auf, die Wright beim Konsum von Drogen und Sex (?) mit Obdachlosen zeigen - das bisherige Ende seiner TV-Karriere. Im Jahr 2007 hat er beim JET (Jewish Ensemble Theatre) in Detroit gerabeitet [Quelle]. Im Jahr 2010 stand er bei den Theaterproduktion "Winters Tale" und "Merchant of Venice" von Shakespeare in the Park an der Seite von Al Pacino auf der Bühne [Quelle].Max Wright lebt mit seiner Ehefrau Linda und seinem Adoptivsohn Ben in Hermosa Beach im Bezirk Los Angeles. Die gemeinsame Tochter Daisy ist bereits von Zuhause ausgezogen. Hier ein aktuelles Foto von ihm.

Die anderen Hauptdarsteller der Serie sind schon seit langer Zeit nicht mehr im TV-Geschäft aktiv:
  • Anne Shedeen (Kate Tanner) hatte nach der Serie ALF fast keine Auftritte mehr im TV und hat wohl ab und an Theater gespielt. Sie bekam während der Serie im Jahr 1989 ein Baby, was auch in die Serie eingebaut wurde. Heute betreibt sie u.a. ein Antiquitätengeschäft in Los Angeles [Quelle].
  • Andrea Elson (Lynn Tanner) spielte bis 1998 noch in div. TV-Serien kleinere Nebenrollen und zog sich dann komplett aus dem Filmgeschäft zurück. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter [Quelle].
  • Benji Gregory (Brian Tanner) zog sich schon 1993 aus dem TV-Geschäft zurück - mit 15 Jahren und nach 10 Jahren im Fernsehgeschäft. Heute soll er bei der US-Navy sein [Quelle] oder möglicherweise Filmproduktion studieren [Quelle].
Hier finden sich Bilder der drei, die zwischen dem Serienende und dem jahr 2006 aufgenommen worden sein müssten.

    Montag, 2. März 2009

    Charlie Sheen

    -sg- Carlos Irwin Estévez, Jahrgang 1965 und bekannt als Charlie Sheen, Sohn von Schauspieler Martin Sheen, begann sein Karriere im Jahre 1984 im TV und gelangte schon zwei jahre später zu internationaler Berühmtheit durch seine Rolle im Vietnam-Kriegsdrama "Platoon" (unvergessen auch sein Kurzauftritt aus demselben Jahr in "Ferris macht blau"). Es folgte u.a. eine Hauptrolle in "Wall Street" an der Seite von Michael Douglas (1987), in "The Rookie" an der Seite von Clint Eastwood (1990) und die Hauptrolle in der legendären Komödie "Hot Shots" (1991). Danach kamen noch der weniger berühmte Nachfolger "Hot Shots 2" (1993) und "Die drei Musketiere" (u.a. mit Kiefer Sutherland und Chris O´Donnell, 1994). Doch dann war irgendwie die Luft raus: von Alkohol- und Drogenproblemen war die Rede und es folgten nur noch B-Movies und TV-Auftritte. Doch zu Beginn des neuen Jahrtausends bekam Sheen sich wieder in den Griff! So übernahm er von 2000-2002 die Hauptrolle von Michael J. Fox in der ABC Comedyserie "Chaos City" und seit 2003 spielt er in der CBS-Sitcom "Two and Half Men" die Hauptrolle. Und jetzt kommt es: Charlie Sheen ist durch die Serie zum bestbezahltem Schauspieler des amerikanischen Fernsehens geworden! Einem Bericht der US-Zeitschrift "TV-Guide" zufolge erhält er für jede Folge der TV-Serie "Two and a Half Men" eine Gage von 825.000 Dollar (643.000 Euro)! Und das bei einer Folgenlänge von netto nur 20 Minuten. CBS verlängerte die Serie im März 2009 um drei auf insgesamt neun Staffeln.
    Leider scheint es so zu sein, dass Sheen auch der große Erfolg im Fernsehen nicht vom Alkoholkonsum abhält, was regelmäßig zu Gewaltausbrüchen führt: Weihnachten 2009 verbrachte er im Gefängnis und auch in den Jahren davor war er immer wieder wegen Gewalttätigkeiten festgenommen und angeklagt worden: 1997 soll er seine damalige Freundin geschlagen haben und auch 2006 kam es im Zuge der Trennung von seiner damaligen Frau Denise Richards zu Handgreiflichkeiten. Schade, Charlie.

    Freitag, 16. Januar 2009

    Alfa-Telefon - Kampagne und Parodie

    -cp- Der Bundesverband Alphabetisierung [Website] sitzt in Münster und setzt sich für die Förderung funktionaler Analphabeten ein. In Kooperation mit der VHS werden deutschlandweit Kurse angeboten, in denen Grundkompetenzen und mehr vermittelt werden. Die Werbeagentur Grey [Website] aus Düsseldorf hat für den Bundesverband zwei Reihen mit TV-Spots produziert. Alle Beteiligten haben kostenlos daran mitgearbeitet. Der bekannteste Werbefilm trägt den Titel "Arbeitsplatz".



    Dieser Spot hat nicht nur einen hohen Wiedererkennungswert, sondern auch weite Kreise gezogen, denn es gibt mittlerweile einige Parodien, und die empfinde ich durchaus als Ritterschlag für die Kampagne:

    1) "Du kannst kein Türkisch!?" von Kaya Yanar [Youtube]
    2) "Du kannst kein Bayrisch!?" [Youtube]
    3) "Du kannst kein Ostdeutsch!?" [Youtube]
    4) "Du kannst kein Badisch!?" [Youtube]
    5) "Du hast keinen Nobelpreis!?" [Youtube]
    uva.

    Donnerstag, 8. Januar 2009

    Verirrungen in der Programmplanung?

    -cp- SAT1 hat's einfach drauf. Draußen wintert es extrem, Straßen und Nachrichten sind voll von Schnee und Eis, der Spiegel schreibt Europa versinkt in Eis, Schnee und Chaos. Winter im Januar, das ist, könnte man meinen, nicht so ungewöhnlich. Gut, es hat in der Vergangenheit auch milde Winter gegeben, in denen wenig bis gar kein Schnee liegen blieb. Dennoch waren es irgendwie Winter. Daran, dass wir jetzt Winter haben, zweifelt niemand. Da könnte ein Sender diverse passende Filme zeigen. Schneefilme halt. SAT1 jedoch scheint in seiner Planung mit einem vollkommen anderen Januar-Wetter gerechnet zu haben, denn am Dienstag läuft dort der Film Die Hitzewelle. Der wird natürlich in Anbetracht des tatsächlichen Wetters einen nachhaltigen Effekt erzielen. Naja, bis Dienstag kann sich ja noch einiges tun. Vielleicht wird's der heißestes Tag des Jahres. Wer weiß. Und vielleicht könnte man die "Muppets Weihnachtsgeschichte" endlich mal im Juli ins Programm nehmen.

    Für SAT1
    Meine persönlichen TOP5 der Filme mit Winterstimmung
    1) Beautiful Girls
    2) Nobody's Fool
    3) Das süße Jenseits
    4) Fargo
    5) Der Eissturm

    Samstag, 25. Oktober 2008

    Tom Sawyer und Huckleberry Finn

    -cp- Mark Twains Buch "Die Abenteuer des Tom Sawyer" (erschienen 1876) gehört wie auch die Fortsetzung "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (erschienen 1884) zu den ultimativen Jugendbuchklassikern. Es ist im Grunde eine klassische Lausbubengeschichte, die in den amerikanischen Südstaaten, genauer gesagt im Bundesstaat Missouri des späten 19. Jahrhunderts spielt. Es gibt Abenteuer zu bestehen, die vom Schuleschwänzen bishin zur Suche nach einem Goldschatz reichen. Mit Indianer Joe gibt es einen wirklich fiesen Bösewicht, der auch vor Mord nicht zurückschreckt, und es gibt Szenen, die losgelöst von der Handlung Berühmtheit erlangt haben, beispielsweise die, in der Tom von seiner Tante Polly als Strafe für eine Prügelei das Streichen des Zauns aufgedrückt bekommt, und wie es ihm gelingt, dass alle anderen Kinder ihn mit Wertgegenständen beschenken, damit sie an seiner Stelle das Streichen übernehmen dürfen. Die Geschichte ist unzählige Male und auf verschiedenste Art und Weise umgesetzt worden, hier einige Empfehlungen:

    1. Buchausgabe mit beiden Romanen in einem Band.

    2. Hörbücher: Die Abenteuer des Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huckleberry Finn erzählt von Udo Wachtveitl sind ein echter Glücksfall. Wachtveitl, bekannt als ARD-Tatort-Kommissar Franz Leitmayr, hat den Schalk im Nacken und den Schelm in der Stimme. Man kauft ihm hundertprozentig ab, dass er - ebenso wie die Protagonisten der beiden Geschichten - unzählige Lausbubenabenteuer erlebt hat.

    3. Hörspiele: Eine richtig gute Hörspielumsetzung des Stoffes gibt es bislang leider nicht*. Die Hörspiele Nummer 17 und Nummer 18 der EUROPA-Originale erzählen einen Teil des ersten Romans. Das Hörspiel ist ganz charmant, aber die Produktion aus dem Jahr 1967 ist doch in vielerlei Hinsicht suboptimal.

    4. Film: Wer die Geschichte gerne auf der Mattscheibe erleben möchte, dem sei die DVD-Box mit der 1980 produzierten TV-Serie empfohlen. Das Bild ist zwar nicht digital aufbereitet und rauscht und fusselt, was das Zeug hält, die deutsch-kanadische Produktion dafür ist liebevoll und äußerst nah am Roman. 26 Folgen mit einer Gesamtspielzeit von über 10 Stunden. Absolut empfehlenswert.

    5. Eigentlich keine Umsetzung, sondern eher eine Art psychotherapeutischer Anwendung: Eckhard Schiff, Psychotherapeut hat das Buch Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde geschrieben. Ein äußerst lohnendes Buch, in dem Therapieberichte sehr anschaulich beschrieben werden, und bei dessen Lektüre man auch sein eigenes Verhalten hinterfragt. Die Grundthese besagt, dass hinter jeder Sucht (ob Mager-, Drogen-, Spiel- oder sonstige -süchte) eine SehnSUCHT steckt, die es zu leben gilt, damit Süchte besiegt werden können. Und manchmal haben diese Sehnsüchte mit dem Erleben kleiner Abenteuer zu tun. Zitat aus dem Buch: "Vermutlich würde ein Huckleberry Finn in unserer Gegenwart ganz anders leben. Vielleicht würde er aufgrund der fehlenden ökologischen Nischen, das heißt Freiräumen wie Wald, Fluss, Floß, auch die meiste Zeit des Tages vor dem Fernseher oder dem Videogerät sitzen. Vielleicht könnte er uns aber auch noch einige neue Nischen zeigen. Was an dem literarischen Huckleberry Finn aufgezeigt werden soll, ist, dass ein solches Erleben der Welt mit allen Sinnen - die Erfahrung der eigenen Kompetenz - eine fehlende Geborgenheit zum Teil ersetzen kann. Nicht vollständig natürlich, aber Zutrauen in die Welt kann auch auf diese Weise erworben werden."

    Dienstag, 26. August 2008

    TV-Serien

    -sg- Als vor einigen Jahren die ersten TV-Serien auf DVD erschienen, dachte ich zuerst: Geldmacherei. Dann kam ich auf den Geschmack und Griff bei meiner Lieblingsserie auch mal zu. Und wie das immer so ist: plötzlich fielen mir noch ganz viele andere Serien ein, die ich auch schon immer mal wieder sehen wollte. Und damit fingen die Probleme an: aufgrund von Rechtsstreitigkeiten kamen/kommen manche TV-Serien einfach nicht auf den Markt (z.B. Alf). Nun aber ist Licht am Horizont zu sehen, denn "Die Straßen von San Francisco" sind erhältlich! Zwar nur Teil eins der ersten Staffel, aber mit ein bisschen Geduld...

    Samstag, 12. Juli 2008

    Bill Cosby

    -cp- Bill Cosby wird heute 71 Jahre alt. Außer der "Bill Cosby Show", das muss ich gestehen, kenne ich im Grunde nichts von ihm. Seine Medienpräsenz geht mal abgesehen von den Wiederholungen eben dieser Show gegen Null. Eigentlich weiß ich ja, dass Menschen älter werden. Im Fall von Bill Cosby habe ich nie darüber nachgedacht, wie alt er wohl ist. Als ich heute las, dass er 71 jahre alt wird, hat mich das etwas überrascht. Auf der IMDB gibt es eine Fotostrecke, die (unsortiert) Bill Cosby im Wandel der Zeiten zeigt. Er sieht alt aus. Verdammt alt. Nicht schlecht unbedingt, aber alt, und das überrascht wohl vor allem deshalb, weil man ihn nur aus der "Bill Cosby Show" kennt. So konnte man seine Alterung nicht miterleben, was zur Folge hat, dass er nun auf einen Schlag sehr alt ist.

    Donnerstag, 29. Mai 2008

    Unterschichtenfernsehen - das volle Menschenleben

    -cp- Die Literaturepoche des Realismus (1850-1890) zog ihr Motto aus dem Vorspiel auf dem Theater aus Goethes "Faust". Das heißt es "Greift nzr hinein ins volle Menschenleben! Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt, Und wo ihr's packt, da ist's interessant!" Es scheint so, als hätte sich das Privatfernsehen dieses Motto auch auf die Fahnen geschrieben. Ob nun die Supernanny der hilflosen Mandy aus Mainz hilft, Peter Zwegat die Sparvorhaben der von ihm betreuten Schuldner kontrolliert, oder wir gezeigt bekommen, welche Promis mal wieder ohne Slip unterwegs sind. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Boulevard und Information? Ach ja, und dann gibt es noch Vera, nicht mehr am Mittag, sondern am Sonntagabend, und sie vermittelt Unvermittelbare, wobei sie die Sendung moderiert, als würde sie niedliche Zootiere beschreiben.

    Ist dies nun Fernsehen für oder über die Unterschicht? Und worin liegt der Wert fürs Publikum? Vielleicht bestätigen diese Sendungen den Zuschauer darin, dass die gefühlt suboptimale Lebenssituation noch schlechter sein könnte. Mein vordringliches Gefühl beim Schauen ist eine gewisse Fassungslosigkeit. Gibt es wirklich Menschen die so sind? Und dann denke ich an meine Arbeit, und auf einmal kommt mir das, was ich in meiner Freizeit eigentlich verdrängen wollte, wieder bekannt vor. Dabei ging es beim Fernsehen doch eigentlich um etwas anderes...

    Freitag, 16. Mai 2008

    Kollektives Tele-Yoga zur Zerebrallappenlüftung

    -sg- Erneut erfreut mich die SZ-Nachtkritik, diesmal zur letzten Folge von "Germany´s next Top Model": "So unterschiedlich die Menschen auch sein und ihre Wege sich tagsüber niemals kreuzen mögen, am Abend kommen sie an verschiedensten Orten zu einer Art simultanem Tele-Yoga zusammen, das die Fron von ihnen nimmt, indem es die Zerebrallappen durchlüftet. Sie schauen "Germany's Next Topmodel" (GNTM), das Format, in dem Dieter Bohlens Naddel-Charakterisierung zu Fernsehen geworden ist: Auch GNTM hat diese "beschwingte Oberflächlichkeit, die das Hirn entspannt". Und so hat Bohlen es mal wieder auf den Punkt gebracht und kurz erklärt, was uns allen klar und unser einziger Grund dafür ist, DSDS, GNTM und andere Formate des Bildungsfernsehens zu konsumieren: Hirnentspannung. In diesem Sinne: Ich freu mich auf Samstag - das DSDS-Finale!
    (vgl. zum Thema auch hier und hier)

    Freitag, 9. Mai 2008

    Unterschichtenfernsehen und Pädagogik

    -cp- Ich glaube, ohne regelmäßiges Privatfernsehen-Schauen wird man in diesem Land auf Dauer nicht mehr mitreden können. Wie bereits gestern erwähnt gab es mal Zeiten, und das meine ich nicht in einer "früher-war-alles-besser"-Mentalität, da wurde das Fernseh-Publikum mit "Ihr lieben, goldigen Menschen" angesprochen. Heute im Privatfernsehen heißt es da eher "Kauft meine CD, Ihr Drecksäck!"

    Aber mal ehrlich: Matheunterricht ist etwas, das heute gar nicht mehr funktionieren kann. Wenn man dem Nachwuchs des Prekariats mitteilt, es habe eine Mathearbeit zu schreiben, dann wissen die Kleinen mit dem Begriff "Mathe" mehr anzufangen als mit "Arbeit". Würde der Lehrer statt dessen sagen "Heute gibt es für Euch eine Mathechallenge", hätte er gewiss eine deutlich bessere Chance. Und wenn dann einer der süßen Kleinen eine Eins schreibt und das zum Abspritze geil findet, so ist das nicht zwangsläufig ein Grund für ein Elterngespräch. Vorsichtig sein müssen Lehrer vor allem bei der Pausenaufsicht. Auf Deutschlands Schulhöfen geht's ja teilweise ab wie in der Oli Geißen-Show. Und wenn man da als Pädagoge nicht die richtigen Worte findet, wird man ratzfatz zum Vaterschaftstest geladen. Wobei das ja wiederum, wie Dieter Bohlen sagen würde, die Hausfrau nicht beim Bügeln stört.

    Wenn man als Pädagoge wissen möchte, wie man mit den heute noch garstigen Rentenzahlern von morgen umgehen sollte: immer schön unterwürfig behandeln, das Essen weitestgehend verbieten, permanent auf Problemzohnen hinweisen, zwischendurch auch mal anschreien und im Zweifelsfall sagen: "Ich habe heute kein Zeugnis für Dich!" Wenn das Kind dann pfiffig ist, wird es antworten: "Dann werd ich eben Germany's Next Topmodel oder Popstar oder Superstar oder oder oder...!" Leider nur, müsste man dem Kind dann sagen, ist mangelnde Bildung ein großer Vorteil, wenn man so etwas vor hat. Nur können damit ja immer mehr Leute aufwarten. Die Konkurrenz schläft nicht! Sie sieht fern.