Freitag, 11. April 2008

Immer diese Ismen

-sg- Süddeutsche gelesen, wieder was gelernt, diesmal der -ismus:

Präsentismus nennen Arbeitsmediziner das Phänomen, dass ein Mitarbeiter, der krank ist, zur Arbeit geht. Das Gegenteil, Krankfeiern, nennt man Absentismus. Letzterer geht bestimmt häufig mit dem Absinthismus einher, der wiederum mit dem Alkoholismus. Dagegen hilft oft nur ein Exorzismus, bei den meisten Trinkern herrscht aber wohl eher ein mehr oder weniger fröhlicher Fatalismus. In diesem Sinne: Prost!

Donnerstag, 10. April 2008

Frauen

-cp- Lassen wir doch den Erfolg mal einen Augenblick links liegen und kümmern uns um das Thema Frauen:

"Frauen: die Holzwolle in der Glaskiste des Lebens." (Kurt Tucholsky)

"Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie." (Albert Einstein)

"Es gibt zwei Perioden, in denen ein Mann eine Frau nicht versteht: vor der Hochzeit und nach der Hochzeit." (Robert Lembke)

Erfolg

-cp- Erfolg ist doch etwas positiv besetztes, das sich jeder irgendwie wünscht. An dieser Stelle soll nun etwas Nachhilfe gegeben werden, für alle, die gern etwas erfolgreicher wären, und nicht wissen, wie ihnen das gelingen kann. So geht's:

1. Definition
Sozial- und Geisteswissenschaftler würden zunächst mal eine genauere Definition von Erfolg verlangen. Was ist Erfolg und welchen Lebensbereich betrifft er? Meint Erfolg nun wirtschaftlichen Erfolg? Persönlichen Erfolg? Auch hierzu weiß Wikipedia eine schnelle Antwort: "Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns." Das trifft also alle Lebensbereiche.

2. Der Weg
"Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen", soll Henry Ford gesagt haben. Das wäre dann quasi in Ungefähr so was Ähnliches wie Empathie. Dass nun empathische Menschen sonderlich erfolgreich sind, wage ich zu bezweifeln. Nicht umsonst heißt es auch "Du musst ein Schwein sein in dieser Welt". So hat es zumindest Lukas Hilbert getextet. Andere Menschen zu verstehen und dennoch ein Schwein zu sein, ist nicht zwangsläufig ein Widerspruch. Die Lücke zwischen diesen beiden Zitaten schließt ein drittes: "Eine Erfolgsformel kann ich dir nicht geben; aber ich kann dir sagen, was zum Mißerfolg führt: der Versuch jedem gerecht zu werden." (Herbert Bayard Swope, Pulitzer-Preisträger von 1917) Also, wer erfolgreich sein will, soll erstens andere verstehen und es ihnen dann zweitens bloß nicht recht machen.

So einfach geht's. :-)

Mittwoch, 9. April 2008

Der Fußball in Deutschland...

-cp, sg- ... erfährt im kommenden Sommer eine Neuerung: eine 3. Liga wird eingeführt, die sich zusammensetzt aus den 4 Zweitliga-Absteigern sowie jeweils 8 Mannschaften der beiden Regionalligen. Die beiden bisherigen Regionalligen werden aufgelöst und durch drei neue ersetzt. Das klingt ein wenig unübersichtlich, aber (wie so oft) bringt Wikipedia Licht ins Dunkel, in diesem Fall durch ein ziemlich gutes Schaubild. Es ist durchaus zu erwarten, dass der Fußball in Deutschland durch die 3. Liga etwas interessanter wird, denn oben ist es in der Regel eher langweilig. In den letzten zehn Saisons wurde der FC Bayern sechs mal deutscher Meister und zwei mal Vizemeister. Und da viele Traditionsmannschaften mittlerweile in der 2. Bundesliga spielen (Gladbach, Köln, Kaiserslautern), gibt es sehr viel mehr Spannung, und welche Mannschaft die deutsche Meisterschaft gewinnt, ist für den Fußball-Fan eher von zweitrangingem Interesse.

Dienstag, 8. April 2008

Hugh Grant - ein Phänomen

-sg- Hugh Grant trat als Schauspieler laut imdb.com 1982 zum ersten Mal im TV vor eine größere Öffentlichkeit. Es folgten diverse weitere TV-Rollen, Rollen als Nebendarsteller und Hauptrollen in nationalen Produktionen. Noch 1993 spielte er in einer Folge einer TV-Serie der BBC mit. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1994 mit "4 Hochzeiten und ein Todesfall" - es folgten 17 weitere Kinofilme, zwei TV-Produktionen und ein Independent-Film. Von diesen 17 Filmen sind mindestens 12 dem Genre "Liebeskomödie" zuzuordnen, die übrigen 5 sind: American Dreamz (2006), About a boy (2002), Schmalspurganoven (2000), Mickey blue eyes (1999) und Extreme measures (1996). Zählt man "About a boy" und "Mickey blue eyes" als im weitesten Sinne "Komödie mit Liebesanteil", bleibt unter dem Strich, dass Grant in 15 Jahren 17 Filme gedreht hat, in denen er immer nur einen Typ Mann verkörperte: den wahlweise erfolglosen oder -reichen Womanizer. Die "Nicht-Komödien" waren zu seinem Übel auch noch alle recht erfolglos... Was fühlt dieser Mann, den man im englisch-sprachigen Raum auch gern als one-trick pony bezeichnet? Ich denke, dass er bestimmt manchmal frustriert ist, wenn er nach den einmal pro Jahr anstehenden Dreharbeiten für die neueste Romantik-Komödie an seinem Pool in der Sonne liegt und einen Eskimo-Flip schlürft.... Ein sehr guter Artikel findet sich übrigens hier.

Montag, 7. April 2008

Publika

-cp- Gestern Abend habe ich mich mal wieder gegen den Tatort entschieden. Irgendwie kann ich Lena Odenthal nicht mehr sehen. Auch habe ich nicht gesehen, wie Bayer Leverkusen es geschafft hat, aus einer Führung drei Minuten vor Spielende noch eine Niederlage zu machen. Ob Röhre, Plasma oder LCD, ob HD-ready oder nicht, eins steht fest: Wir sind "anonyme disperse Publika" (Merten). Das heißt: irgendjemand wird's schon gesehen haben.

Allerdings gibt es noch mehr als das Fernsehen, und im Internet ist man gar nicht mehr so anonym. Da teilen sich viele mit zum Beispiel die Blogger. In Berlin war gerade die Re:publica, ein großes Blogger-Treffen, und Schnutinger hat darüber berichtet.

Freitag, 4. April 2008

Zitat zum Wochenende

-cp- Das Wochenende steht vor der Tür, also gibt's hier ein schönes Zitat zum Schmunzeln und Nachdenken, denn dafür ist doch das Wochenende da: "Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist." (Douglas Adams)

Donnerstag, 3. April 2008

Mystic River

-cp- Mystic River: Ein Arbeiterviertel in Boston. Drei Jungen spielen auf der Straße und kommen schließlich auf die Idee, ihre Namen auf dem Bürgersteig in eine Stelle frischen Asphalts zu ritzen. Ein Wagen hält an. Zwei Männer steigen aus und geben vor Polizisten zu sein und nehmen einen der Jungen mit. Sie missbrauchen ihn einige Tage lang, bis er schließlich fliehen kann. Schnitt. Jahre später als Erwachsene kennen die drei einstigen Freunde sich nur noch flüchtig. Der eine (Kevin Bacon) ist Polizist, der zweite (Sean Penn) Besitzer eines kleinen Ladens und der dritte (Tim Robbins) ein deutlich vom Leben gezeichneter Familienvater. Als die achtzehnjährige Tochter des Ladenbesitzers eines Morgens ermodert aufgefunden wird, kreuzen sich die Wege der drei einstigen Freunde wieder, und irgendwie scheint ihre Vergangenheit einen mysteriösen Einfluss auf den Mord zu haben.

Clint Eastwood setzt den Schwerpunkt seiner Inszenzierung auf die unterschwellige Spannung, die durch die Beziehung der Charaktere und die düstere Atmosphäre erzeugt wird. Es geht in diesem Drama nicht in erster Linie um die Tätersuche, sondern vor allem um die Entwicklung der Figuren und um Schuld, Sühne und Verantwortung. Der Film enthält wenig Oberflächenreize, und so wartet man vergebens auf Schießereien und Verfolgungsjagden. Aber man ist gezwungen, sich auf die Figuren einzulassen, um ihr Denken und ihr Handeln nachzuvollziehen. Das Ende des Films ist etwas verstörend und lässt den Zuschauer nachdenklich zurück. "Mystic River" ist ein großartiges und auch spannendes Drama, allerdings ist es auch ein Film der leisen Töne, der wohl nicht für ein breites Publikum gemacht ist. Die Schauspieler, allen voran Sean Penn, sind grandios und machen schon allein den Film sehenswert. Die Romanvorlage (Tobias hat sie gelesen) stammt von Dennis Lehane, der auch die Vorlage für den 2007 produzierten Film Gone Baby Gone geliefert hat, ebenfalls ein Krimidrama, das in einem Arbeiterviertel in Boston spielt. Für ein Triple sei noch der Film Sleepers erwähnt, der zwar weder in Boston spielt noch auf Dennis Lehane zurück geht, aber thematisch verwandt ist.

Dienstag, 1. April 2008

Aprilscherze

-cp- Der April ist ein ganz schön lustiger Monat. Zum einen, was das Wetter angeht, denn da muss man sich ja auf einen stetigen Wechsel zwischen Hochsommer, Schneestürmen und monsunartigen Regenfällen einstellen. Zum anderen aber der Aprilscherze wegen. Die findet zwar nicht jeder lustig, aber man stolpert doch hier und da drüber, zum Beispiel in Bad Borken.

Ein Trauerspiel...

-sg- ...ist es, was derzeit mit dem 1. FC Kaiserslautern passiert. Ab 1945 spielte man in der Oberliga, der damals höchsten Spielklasse, wurde 1951 und 1953 Meister und 5 Spieler des FCK trugen maßgeblich zum WM-Erfolg von 1954 bei: Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel und Werner Kohlmeyer. 1963 wurde die Bundesliga gegründet und der FCK war bis 1996 durchgehend dabei (1991 erneut Meister) - bis man in die 2. Liga Abstieg. Dann gelang die Sensation: 1997 direkter Wiederaufstieg und am Ende der Saison zum vierten mal Meister (1998) . Und ab diesem Zeitpunkt ging es bergab: Seit dem Weggang von Otto Rehagel im Oktober 2000 verschliss der Verein 6 Trainer, der 7. ist seit Februar 2008 am Start; der Verein stand zwischenzeitlich kurz vor der Insolvenz und 2006 stieg man nach Jahren des Mittelmaßes und Platz 14, 15 und 12 in den Vorjahren auf Platz 16 in die 2. Liga ab. Nach einem 6. Platz in der Saison 2006/2007 nun der GAU: Die Saison 2007/2008 geht dem Ende zu und Lautern "taumelt dem Abstieg entgegegen", fünf Punkte Rückstand auf Platz 14 aktuell...