Freitag, 3. Juli 2009

Zitat zum Wochenende

-cp- "Man wird vom Schicksal hart oder weich geklopft, es kommt auf das Material an." (Marie von Ebner-Eschenbach)

Mittwoch, 1. Juli 2009

Mit Helen abgeschrieben werden

-sv- Als männlicher Internetnutzer bekommt man regelmäßig und ungefragt Kontakt zu Frauen und finanzielle Angebote. Leider scheinen einen die Betrüger für debil zu halten - sie selbst scheinen es zumindest zu sein:

Hallo, Ich Helen
Ich lebe zu USA. Mir 29 Jahre. Die Suche neu der Freunde.
Wenn du mit mir abgeschrieben werden willst schicke mir den Brief.
Meine email: ideale.helen2008@gmail.com
Ich werde deinen brief warten
Helen
p.s Du kannst mir deutsch oder die englische Sprache auch schreiben.

So gern würde ich antworten, aber ich habe "den Brief" nicht mehr gefunden...

Sonntag, 28. Juni 2009

Phänomen und Wirtschaftsgut Michael Jackson

-sv- Schon im Februar 2008 habe ich mich mit dem Phänomen und Wirtschaftsgut Michael Jackson auseinander gesetzt und mich gewundert, dass jemand, der im Grunde nur drei herausragende Alben vorzuweisen hat, so erfolgreich war. Aus aktuellem Anlass habe ich meinen damaligen Beitrag leicht überarbeitet:
Michael Jackson hat in der Zeit von 1972 bis bis 2009 (in 27 Jahren!) nur zehn reguläre Studioalben veröffentlicht - für einen der erfolgreichsten und bekanntesten Musiker dieses Planeten im Grunde unglaublich wenig. Hinzu kommt, dass seit 1991 nur noch 2 Alben herauskamen und das letzte Album vor seinem Tod 2001 erschien.
Schaut man genauer hin wird klar, dass sich sein Erfolg im Grunde auf 3 Alben gründet: Thriller (1982), Bad (1987) und Dangerous (1991). Die sieben anderen Alben (Got to be there und Ben, 1972; Music and me, 1973; Off the wall, 1979; HIStory 1995 und Invincible, 2001) fielen zwar durch einzelne Titel auf, blieben musikalisch jedoch hinter den drei zuerst genannten zurück. Die gefühlte Omnipräsenz von Jackson beruht demnach einzig und allein auf seinem exzentrischen Leben und hat seit 1991 kaum noch etwas mit seiner Musik zu tun.
Übrigens: Elvis Presley hat von 1956 bis zu seinem Tod 1977 insgesamt 74 reguläre Studioalben aufgenommen - was für eine Tretmühle...

Ganz unten angekommen: AC/DC und Penny Markt

-sv- Als ich heute beim Frühstück die Bild am Sonntag aufschlug, fiel mir nebenstehende Anzeige des Discounters "Penny Markt" ins Auge und gleichzeitig das Brötchen aus der Hand. Peinlich - und der Gipfel an Merchandising-Müll. Man beachte die am Rand angebotenen Alkoholika und den "Energy-Drink". Gruselig, zu was sich sogenannte Musiker hinreißen lassen, nur um noch mehr Kohl zu scheffeln. Ich fand schon die VW Golf Sondermodelle Bon Jovi, Rolling Stones und Pink Floyd unwürdig.

Samstag, 27. Juni 2009

Amazon - Rezensionen, Kommentare und Co

-cp- Manchmal stolpert man während seiner Amazon-Recherche über sonderbare Meinungsäußerungen. Ein Kunde weigert sich zum Beispiel, die DVD des von ihm hochgeschätzten Films "Krabat" zu kaufen, weil er das FSK-Logo auf der Hülle hässlich findet. [Hier zu lesen.] Ein anderer findet, "John Rambo" sei gewaltverherrlichend. Auch die Diskussion hat amüsante Stellen. [Hier zu lesen.] Ein Metal-Spezialist ist der Meinung, der bei einem Busunglück gestorbene Bassist Cliff Burton würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wie sich Metallica nach "Masters Of Puppets" musikalisch entwickelt haben. [Hier zu lesen.] Und dann gibt es noch einen, der ist von "Harry Potter" so enttäuscht, dass er (zur Strafe?) nur noch Erwachsenenbücher liest. [Hier zu lesen.] Es gibt schon Leute, deren Meinung und Engagement sich zu ereifern, sehr unterhaltsam sind.

Freitag, 26. Juni 2009

Michael Jackson und Elvis Presley - im Tod vereint

-sv- Die Lebensläufe ähneln sich: unglaublicher Aufstieg bis zum King of Rock´n Roll bzw. Pop und dann ein fürchterlicher Fall. Sowohl Jackson als auch Presley starben an Herzversagen, das durch massiven Konsum von Medikamenten ausgelöst wurde. Beide starben einsam in ihren Villen, hatten Leibärzte, hohe Schulden und waren auch körperlich am Ende: Jackson wurde immer zerbrechlicher, Presley immer fetter. Ein trauriges Ende für beide, einfach nur traurig.
Und doch sollte man, ebenso wie bei Presley, den genialen Musiker hinter dem menschlichen Wrack nicht vergessen. Lesenswert hierzu, ein Artikel der SZ.

"Woodstock-Festival" - der Totenztanz geht weiter

-sv- Das "Woodstock-Festival" war größer als das "Konzert für Bangladesh", es verwundert also nicht, dass auch die Liste der Verstorbenene andere Ausmaße hat. Und das, obwohl ich bei der Recherche z.T. nicht in die Tiefe gehen konnte, da Bands wie "Blood Sweat and Tears", "Santana" oder "Sha Na Na" so viele Mitglieder hatten, dass wohl nicht einmal die Bandmitglieder selbst wissen, wer da wann mitgespielt hat. Hier nun die nächste morbide Liste:

  • The Band, Mitglied Rick Danko 29. Dezember 1942 - 10. Dezember 1999 (Herzversagen nach jahrzehntelanger Drogenabhängigkeit); Mitglied Richard Manuel 3. April 1943 - 4. März 1986 (Selbstmord durch Erhängen)
  • Paul Butterfield Blues Band, Mitglied Paul Butterfield 17. Dezember 1942 - Mai 1987 (Tod nach nach jahrzehntelanger Alkohol- und Drogenabhängigkeit); Mitglied Otis „Big Smokey“ Smothers 21. März 1929 - 23. Juli 1993 (Todesursache?)
  • Grateful Dead, Mitglied Jerome John "Jerry" García 1. August 1942 - 9. August 1995 (Herzversagen nach jahrzehntelanger Drogenabhängigkeit); Mitglied Ron 'Pigpen' McKernan 8. September 1945 - 8. März 1973 (Magenblutung infolge von Alkoholabhängigkeit)
  • Tim Hardin 23. Dezember 1941 - 29. Dezember 1980 (Überdosis Heroin und Morphium)
  • Jimi Hendrix 27. November 1942 - 18. September 1970 (nach Konsum von Alkohol und Schlaftabletten an seinem Erbrochenen erstickt)
  • Janis Joplin 19. Januar 1943 - 4. Oktober 1970 (Überdosis Heroin)
  • Mountain Bandmitglied Felix A. Pappalardi Jr. 30. Dezember 1939 - 17. April 1983 (Von der Ehefrau erschossen)
  • Bert Sommer 7. Februar 1949 - 23. Juli 1990 (Leberversagen aufgrund einer Drogenabhängigkeit)
  • The Who, Mitglied Keith John Moon 23. August 1946 - 7. September 1978 (Ironie des Schicksals: er starb an einer Überdosis des ihm verordneten Beruhigungsmittels Heminevrin, das er einnahm, um von seiner Alkoholsucht loszukommen); Mitglied John Alec Entwistle 9. Oktober 1944 - 27. Juni 2002 (Herzversagen nach jahrzehntelanger Drogenabhängigkeit)

Morbid gehts weiter: Michael Jackson tot

-sv- Kategorie: Vermischtes wird nicht den Versuch wagen, auf den schon rasenden Zug der Todesmeldungen aufzuspringen. Ein Zitat aus der von mir viel gelobten SZ muss allerdings sein. Der Autor fragt in Bezug auf Michael Jackson: Was hat dich bloß so ruiniert?

"Auch wenn sich die Frage nicht beantworten lässt, so stellt man sie sich doch, die Frage, die die Rockband Die Sterne in einem Song formuliert: "Was hat dich bloß so ruiniert?" Da hat jemand alles erreicht und beginnt plötzlich, sich scheinbar selbst gewählt zu Grunde zu richten. Auch wenn der Künstler immer das Recht hat, das, was er erschaffen hat, zu vernichten - Michael Jackson hätte doch einfach weiter vor sich hin musizieren können. Keith Richards und Mick Jagger schaffen das schließlich auch.

Ja, die, könnte man einwenden, Richards & Jagger, das sind erdenschwere Stones, die höchstens mal rollen! Aber Michael Jackson, das war ein Schwereloser, ein Moonwalker, ein Formwandler, ein Werwolf, der war nicht von dieser Welt! So lange er die Schwerelosigkeit im Griff hatte und mit ihr spielte, war sie sein größtes Kapital. Doch am Ende brachte sie ihn um.

Auch Moonwalker halten die Abwesenheit von der Erde nicht lange aus."

Donnerstag, 25. Juni 2009

"The Concert for Bangladesh" 2009 gesehen: ein Totentanz

-sv- Am 1. August 1971 organisierte Ex-Beatle George Harrison zusammen mit Ravi Shankar ein Benefiz-Konzert für die rund 10 Mio. Flüchtlinge des Bangladesh-Krieges. Eine Vielzahl an Musikern ist auf der Bühne zu sehen, leider sind 6 von 15 Musikern der Band inzwischen tot, was das Konzerterlebnis irgendwie "gruselig" macht. Es spielten am 1. August 1971 und sind inzwischen tot:

  • George Harrison 25. Februar 1943 – 29. November 2001 (Lungenkrebs)
  • Billy Preston 2. September 1946 – 6. Juni 2006 (Nierenversagen)
  • Pete Ham 27. April 1947 – 24. April 1975 (Selbstmord durch Erhängen)
  • Thomas Evans 5. Juni 1947 — 19. November 1983 (Selbstmord durch Erhängen)
  • Jesse Edwin Davis 21. September 1944 – 22. Juni 1988 (Überdosis Heroin)
  • Carl Dean Radle 18. Juni 1942 – 30. Mai 1980) (Niereninfektion infolge von Drogen und Alkoholkonsum)
Anekdote am Rande: Eric Clapton spielt auch mit und brach während des Konzerts zusammen. Er war seinerzeit u.a. abhängig von Heroin und hatte sich vor dem Konzert - um es überhaupt bestreiten zu können - Heroin gespritzt.

Und: Zu Beginn des Films ist kurz Phil Spector zu sehen, Erfinder des "Wall of sound", der u.a. viel mit den Beatles und George Harrison gearbeitet hat. Er wurde am 13. April 2009 in Los Angeles für schuldig befunden, die Schauspielerin Lana Clarkson erschossen zu haben, nachdem sie seine Avancen abgelehnt hatte. Am 29. Mai 2009 wurde das Strafmaß auf 19 Jahre bis lebenslänglich festgelegt. Im Zuge des Prozesses wurde Spector von Zeugen als jähzorniger Waffennarr beschrieben, der häufig betrunken sei und unter dem Einfluss von Psychopharmaka stehe.

Last but not least: Pete Ham und Thomas Evans, die sich beide erhängt haben, waren ebenfalls beide Mitglied der Band "Badfinger".

Demnächst schaue ich mir mal die Besetzung von Woodstock an...

Mittwoch, 24. Juni 2009

Die Gitarristen-Liste

-cp- Ergänzend zu Steves Zweifel an der Qualität der Liste, möchte ich auch noch mal Zweifel anmelden, denn die Namen Al Di Meola, Dominic Miller, Steve Vai, Daryl Stuermer, Alvin Lee, Mike Oldfield und Steve Hackett haben mir ebenfalls gefehlt. (Auf die Gefahr hin, dass ich auf die Schnelle einen übersehen habe.) Dafür tauchen so einige Namen in der Liste auf, die ich nicht für erwähnenswert begnadet halte. Ganz ehrlich? Mit dieser Liste hat sich diese sogenannte Fachzeitschrift einen Bärendienst erwiesen.